Techniker von S7 bei der Wartung: Die Airline braucht dringend Ersatzteile.

Airbus- und Boeing-Jets in der FlotteS7 Airlines produziert fehlende Flugzeugteile bald selbst

Mangels Ersatzteilen müssen viele Flugzeuge russischer Airlines derzeit am Boden bleiben. S7 will Abhilfe schaffen - und die Komponenten einfach selbst bauen.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Der Mangel an Ersatzteilen setzt Russlands Luftfahrt zu. Um ihre Flotten flugfähig zu halten, mussten Airlines teils sogar schon intakte Flugzeuge ausschlachten. Die Regierung hat allerdings schon vor ein paar Monaten den Weg für eine andere Lösung geebnet.

Die Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya erteilte im vergangenen Sommer fünf russischen Unternehmen Zertifikate für die Entwicklung von Ersatzteilen für Boeing- und Airbus-Flugzeuge. Das heißt: Sie dürfen die Teile kopieren und selbst bauen. Zu den Unternehmen, welche die Erlaubnis erhalten haben, gehören unter anderem das Staatliche Forschungsinstitut für Zivilluftfahrt und S7 Technics.

«High-Tech-Produktion»

Letztere gehört zur russischen Airline-Gruppe S7 und die setzt die Pläne nun konkret um. Wie die Nachrichtenagentur Tass berichtet, hat die S7 Group die Fabrik Berdsk Electromechanical Plant erworben. Dort will man künftig fehlende Teile produzieren, testen und zertifizieren. «Es wird eine moderne High-Tech-Produktion sein», so das Unternehmen.

Um welche Teile es genau geht, ist nicht klar. Die Regierung hatte die Erlaubnis zunächst für Kabinenkomponenten wie Passagiersitze oder Kücheneinrichtungen erteilt. Doch S7 Technics erhielt auch das Recht, Änderungen an Bauteilen vorzunehmen und Reparaturprogramme zu entwickeln, heißt es.

Westliche Flotte

Auch der Bau anderer Ersatzteile ist aber eine Option. Das russische Industrie- und Handelsministerium wollte dafür mindestens fünf Originalteile von Flugzeugen für einen 3D-Scan auswählen, die Materialzusammensetzung untersuchen und die Festigkeitseigenschaften des Produkts bestimmen.

S7 Airlines leidet stark unter den Sanktionen, denn ihre Flotte besteht aus Jets von drei ausländischen Herstellern. Die private russische Fluglinie fliegt aktuell mit Airbus A320 und A321 jeweils in Ceo- und Neo-Version, sie betreibt Boeing 737-800 und hat Boeing 737 Max an den Leasinggeber zurückgehen lassen, und sie setzt Embraer E170 ein. Ihre Tochter-Airline Globus fliegt zudem mit Airbus A319 für S7.

Viele Flieger am Boden

Etliche Flugzeuge der Airline befinden sich allerdings gerade am Boden - so etwa sechs der acht Airbus A321 Neo. Die Airline nannte als Grund dafür planmäßige Wartungen, doch es gibt auch Spekulationen, dass sie vor dem Sommer die Triebwerke von Pratt & Whitney schonen möchte.

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo von S7: Derzeit nicht aktiv.

Russische S7 Airlines lässt alle Airbus A321 Neo am Boden

Airbus A321 Neo: Möchte S7 Airlines so schnell nicht drauf verzichten.

S7 zeigt Interesse an Irkut MS-21 - doch bremst zugleich

Qatar Airways erhält ursprünglich für S7 gebaute Boeing 737 Max

Qatar Airways erhält ursprünglich für S7 gebaute Boeing 737 Max

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

Video

michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin