Twin Otter gegen FotografWie es zum berühmten Zwischenfall auf St. Barts kam

2014 kam eine DHC-6 Twin Otter einem Fotografen auf der Insel St. Barts so nahe, dass dieser zu Boden ging. Jetzt liegt der Abschlussbericht zu dem Zwischenfall vor.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

An kaum einem anderen Ort kann man einem landenden Flugzeug so nah kommen wie auf St. Barthélemy, auch St. Barts genannt. Der Flughafen der Karibikinsel liegt so, dass man an einer Straße genau dort stehen kann, wo die Flieger sich beim Anflug absenken. Schon so mancher Planespotter duckte sich im letzten Moment unter einem Fahrwerk weg.

Im Januar 2014 kam es an jener Stelle zu einem Zwischenfall, der mehr als nur knapp war. Die französische Flugunfallbehörde BEA hat jetzt ihre Untersuchung dazu abgeschlossen. Eine DHC-6 Twin Otter von Winair kam damals aus Saint-Martin und befand sich im Anflug auf den Airport von St. Barthélemy. Am Steuer befand sich der Kapitän, neben ihm saß der Kopilot, hinter ihnen befanden sich 15 Passagiere. Und am Boden standen mehrere Schaulustige.

Kamera ging zu Bruch, Mann zu Boden

Eine der Personen am Boden war ein professioneller Fotograf. Er blieb nicht am Straßenrand stehen, sondern kletterte noch einige Schritte auf eine Anhöhe hinauf. Er drehte sich mit seiner Kamera Richtung Flughafen, sodass die Twin Otter von hinten auf ihn zu kam.

Ein Video zeigt die Szene: Als das Flugzeug über dem Mann ist, geht dieser zu Boden. Es sieht aus, als hätte ein Reifen der Maschine ihn getroffen. Das Bureau d'Enquêtes et d'Analyses schreibt in ihrem Bericht, während die Kamera vom Flugzeug getroffen wurde und zu Bruch ging, sei es sehr wahrscheinlich, dass der Mann durch den Luftzug der Maschine umgeworfen worden sei.

Twin Otter flog sehr niedrig

Der Mann wurde laut BEA-Bericht ins Krankenhaus gebracht, wo keine Verletzungen festgestellt wurden. Der Fotograf schreibt dagegen, er sei von dem Flugzeug getroffen und ohnmächtig geworden. Beim Sturz erlittene Kopfverletzungen habe ein Arzt im Krankenhaus genäht. Er habe schon oft an diesem Ort fotografiert und der Winair-Flieger an diesem Tag sei sehr niedrig gewesen.

Die exponierte Position des Fotografen war laut BEA einer der Gründe für den Zwischenfall. Der andere war die ungewöhnlich niedrige Flughöhe der DHC-6 Twin Otter. Diese könnte laut BEA das Resultat einer falschen Höhen-Einschätzung des Piloten dort häufiger Turbulenzen  oder einer Kombination von beidem sein.

Mittlerweile ist Stelle abgesperrt

Die Piloten von Winair spürten eine Erschütterung und meldeten dies nach der Landung. Die Behörde hält fest, dass der Bereich, in dem der Fotograf sich befand, mittlerweile abgesperrt ist.

Mehr zum Thema

Hobbyfotograf wird beinahe von Fahrwerk getroffen

Hobbyfotograf wird beinahe von Fahrwerk getroffen

Was muss ein Luftfahrtfan einmal getan haben? «In St. Barth beim Kreisel stehen», sagt aeroTELEGRAPH-Leser David Bruegger. <a href="https://www.aerotelegraph.com/hobbyfotograf-wird-beinahe-von-fahrwerk-getroffen" target="_blank" rel="noopener">Ganz ungefährlich ist das nicht.</a>

Was man als Flugzeugfan einmal im Leben machen muss

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg