Die verunglückte Maschine: Die Tu-204 brach auseinander.

Vier Tote bei Crash in Moskau

Eine Tupolew Tu-204 der russischen Billigfluggesellschaft Red Wings schoss in Wnukowo über die Landebahn hinaus und ging in Flammen auf.

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Die Maschine kam aus der ostbömischen Stadt Pardubice. An Bord befanden sich gemäß russischen Medien lediglich acht Menschen. «Es waren nur Besatzungsmitglieder an Bord. Darunter waren keine tschechischen Bürger», sagte ein Sprecher des Flughafens Pardubice dem TV-Kanal RT. Am Samstagnachmittag sollte die Tupolew Tu-204 planmäßig am Moskauer Flughafen Wnukowo absetzen, schoss bei der Landung um 16:35 Uhr Lokalzeit aber über die Landebahn hinaus. Sie durchbrach einen Zaun und fing Feuer. Danach kam sie auf einer stark befahrenen Autobahn zum Stillstand und brach in mehrere Teile auseinander.

Beim schweren Unglück starben gemäß Angaben des Innenministeriums vier Menschen. Weitere vier Insassen seien mit schweren Kopfverletzungen in Krankenhäuser gebracht worden. Gemäß Augenzeugen sollen zwei der Toten die Piloten sein. Zudem sollen eine 27-jährige Flugbegleiterin und ein Techniker verstorben sein. Der Flughafen Wnukowo wurde nach dem Unglück gesperrt. Alle Flüge werden nach Scheremetjewo umgeleitet. Das Unglück traf Russlands Luftverkehr gerade während des betriebsamen Neujahrsverkehrs.

Ziele ums Mittelmeer

Die betroffene Tupolew Tu-204 mit der Immatrikulation RA-64047 war nur gerade vier Jahre alt. Sie wurde im Dezember 2008 an Red Wings ausgeliefert. Ein Pilot erklärte dem Fernsehsender RT, dass die Maschine wohl in den schwierigen Wetterbedingungen mit Schneetreiben und mit der leichten Ladung - nur acht Insassen bei über 200 Plätzen - zu schnell gewesen sei. «Vor dem Start wurden von der Gesellschaft alle Systeme geprüft und sie meldete, sie funktionierten einwandfrei», sagte der Sprecher des Flughafens Pardubice RT.

Red Wings ist eine russische Billigfluglinie, die eine Flotte von neun Tu-204-100 betreibt. Sie fliegt vor allem Badedestinationen rund ums Mittelmeer und das Schwarze Meer an sowie an inländische Ziele. Die Gesellschaft gehört dem Oligarchen Alexander Jewgenjewitsch Lebedew. Zu seinem Imperium gehören als Beteiligungen seiner Holding National Reserve Corporation neben Immobilien-, Öl- und Finanzfirmen auch ein Anteil an Aeroflot. In Großbritannien gehören ihm die Zeitungen The Independent and Evening Standard.

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