Unternehmen könnten bis 2030 den Einsatz von 1 bis 1,9 Millionen Tonnen nachhaltigem Flugtreibstoff (im Jargon: SAF) durch den Kauf von Emissionszertifikaten unterstützen. Das geht aus einer gemeinsamen Studie des Luftfahrtverbandes Iata, von Airbus und Accenture hervor. Für 2024 wird das entsprechende Volumen auf 323.000 Tonnen geschätzt.
Die Zertifikate ermöglichen es Unternehmen, Emissionsminderungen durch SAF ihren indirekten Emissionen aus Geschäftsreisen und Luftfracht zuzuordnen, auch wenn der Treibstoff andernorts eingesetzt wird.
Bislang beteiligen sich laut Studie nur rund 15 Prozent der befragten Unternehmen am Markt. Als Hindernisse gelten hohe Preise, unklare Bilanzierungsregeln und komplizierte Kaufverfahren. Die Zertifikate kosten üblicherweise zwischen 150 und 500 Dollar je vermiedener Tonne CO₂-Äquivalent.
Für 2026 wird die weltweite SAF-Produktion auf lediglich 2,4 Millionen Tonnen geschätzt. Das entspricht 0,8 Prozent des gesamten Kerosinverbrauchs. SAF ist weiterhin zwei- bis dreimal so teuer wie herkömmlicher Flugtreibstoff.
Die Studienautoren fordern deshalb einheitliche Bilanzierungsregeln, transparente Nachweissysteme und einfachere Kaufmöglichkeiten. Auch staatliche Förderung und zusätzliche Produktionskapazitäten seien notwendig.