Auf Basis des Triebwerks Aviadvigatel PD-14, das den Kurz- und Mittelstreckenjet MS-21 antreibt, entwickelt Russland das größere PD-35. Die Zahlen stehen für die Leistung: Das PD-14 bring es auf 14 Tonnen Schubkraft (ton-force, tf). In der im Westen üblicheren Einheit pound-force (lbf) sind das 30.865. Die 35 tf des PD-35 entsprechend 77.162 lbf.
Der stellvertretende russische Ministerpräsident Denis Manturov sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Tass aber, man werde die erfolgreichen Tests mit dem PD-35 nutzen, um ein Triebwerk mit 26 Tonnen Schubkraft zu entwickeln, das PD-26.
Aus Manturovs Aussage wurde zwar nicht zu hundert Prozent klar, ob es das PD-26 zusätzlich zum oder anstatt des PD-35 geben soll. Es scheint jedoch, als handele sich um ein und dasselbe Projekt, das mit 35 Tonnen gestartet ist und nun mit 26 Tonnen umgesetzt wird.
Der staatliche Technologie- und Rüstungskonzern Rostec hatte einst auch erklärt, man ziele beim PD-35 auf einen Rahmen von 24 bis 38 Tonnen Schubkraft ab.
Damals war das PD-35 geplant als Triebwerk für die russisch-chinesische CR929 (an der Russland heute nicht mehr wesentlich beteiligt ist), für eine Neuauflage der Il-96-400 (die aber wohl nicht in Serienproduktion gehen wird) und womöglich auch für einen Nachfolger der Antonov An-124 (zu dem derzeit auch keine konkreten Pläne bekannt sind).
Das schwächere PD-26 soll nun für zivile und militärische Flugzeuge dienen, und womöglich sogar auch für Kraftwerke am Boden, sagte Manturov.