Der Dachverband Aviation Industry Austria fordert die vollständige Abschaffung oder zumindest eine deutliche Senkung der österreichischen Flugabgabe. Die Steuer verschlechtere die Wettbewerbsbedingungen gegenüber Nachbarländern, von denen lediglich Deutschland eine vergleichbare Abgabe erhebe.
Als Beispiel nennt der Verband die Entwicklung der Passagierzahlen: Während der Flughafen Wien von Januar bis September 4,5 Prozent weniger Reisende zählte, hat sich das Passagieraufkommen im benachbarten Bratislava mehr als verdoppelt. Der Verband sieht darin einen Hinweis auf die Verlagerung von Flugverbindungen ins Ausland.
Nach Berechnungen der Aviation Industry Austria könnte eine Abschaffung der Abgabe jährlich rund 2,5 Millionen zusätzliche Passagiere bringen. Daraus ergäben sich laut Verband etwa 188 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung und 2500 Arbeitsplätze. Die geschätzten zusätzlichen fiskalischen Effekte von rund 210 Millionen Euro würden die bisherigen Steuereinnahmen von 160 bis 180 Millionen Euro übersteigen.
Die angekündigte Entlastung um 30 Millionen Euro begrüsst der Verband als ersten Schritt, hält sie jedoch für unzureichend.