Nach einem erneuten Sicherheitsvorfall am Flughafen Leipzig/Halle fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft strengere Sicherheitsvorgaben für Flughafenbetreiber. Wiederholte Fälle, in denen Unbefugte in Sicherheitsbereiche deutscher Flughäfen eindringen konnten, zeigten nach Ansicht der Gewerkschaft erhebliche Defizite.
Bundesvorsitzender Heiko Teggatz verlangt deshalb verstärkte Investitionen in moderne Zaunsysteme, Sensoren, intelligente Videoüberwachung und automatische Alarmierungssysteme. Die bloße Einhaltung gesetzlicher Mindestanforderungen reiche nicht aus.
Als positives Beispiel nennt die Gewerkschaft den Flughafen Frankfurt, der bereits digitale Videotechnik und moderne Detektionssysteme einsetze. Andere deutsche Flughäfen sollten sich an diesem Sicherheitsstandard orientieren.
Zudem fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft schärfere gesetzliche Anforderungen und die Möglichkeit, Flughafenbetreiber bei nachweislich unzureichenden Schutzmaßnahmen oder wiederholten Sicherheitslücken mit Bußgeldern zu belegen.