Mehr als die Hälfte der Fluggäste, deren Reise im Sommer durch Flugunregelmäßigkeiten beeinträchtigt wurde, musste sich selbst um die Weiterreise kümmern. Das zeigt eine Umfrage des Dienstleisters CMAC Group unter 1250 betroffenen Passagieren in Europa.
Demnach organisierten 57 Prozent ihre Weiterreise eigenständig. Von den Reisenden, die einen Bodentransport benötigten, berichteten 96 Prozent über mindestens ein Problem. Am häufigsten wurden lange Wartezeiten (41 Prozent) und hohe Transportkosten (37 Prozent) genannt. Weitere 22 Prozent äußerten Sicherheitsbedenken.
Nur 19 Prozent der Passagiere, denen Transport und Unterkunft angeboten wurden, erhielten diese innerhalb einer Stunde. 35 Prozent hatten eine entsprechend schnelle Unterstützung erwartet.
Die Folgen waren teilweise erheblich: 41 Prozent berichteten über starken Stress, 29 Prozent über unerwartete Ausgaben und 22 Prozent über verlorene Urlaubstage. Auch die Kundenbindung leidet. Rund 37 Prozent der Befragten gaben an, nach ihren Erfahrungen künftig seltener mit derselben Fluggesellschaft fliegen zu wollen.