Der Flughafen Nürnberg musste am Dienstag (13. Oktober) gegen Mittag den Flugbetrieb einstellen. Die Polizei sperrte das Gelände ab, nachdem der Transponder von Flug XR456 der Corendon Airlines Europe im Landeanflug eine Luftnotlage gemeldet hatte. Die Boeing 737-800 mit der Kennung 9H-CXD kam aus Korfu und landete laut Flightradar24 um 12:16 Uhr sicher in Nürnberg. Mittlerweile dürfen die Reisenden das Flugzeug verlassen, schreibt die Polizei auf X.
Zuvor hatten zwei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg an der Donau den Flieger im deutschen Luftraum begleitet. Das bestätigten der Flughafen und die Deutsche Flugsicherung gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Kurz nach 13 Uhr gab die Polizei Entwarnung. Die Überprüfungen vor Ort hätten ergeben, dass keine Gefahr bestehe. Was die Luftnotlage ausgelöst hat, ist weiterhin unklar.
Flughafen weiter geschlossen
Die Sperrung bringt den Flugplan durcheinander. Mehrere ankommende Flüge wurden nach Frankfurt, Memmingen, Stuttgart und München umgeleitet. Wizz Air Malta strich den Flug W43369 aus Cluj-Napoca, KLM den Flug KL1843 aus Amsterdam. Corendon aus Palma de Mallorca sowie Ryanair aus Girona und Alicante kommen verspätet an. Der Flughafen ist weiter geschlossen, was weitere Änderungen nach sich zieht.
Bereits in der Nacht zu Dienstag hatte es am Flughafen Nürnberg einen Einsatz gegeben. Zwischen 2 und 4 Uhr meldeten drei Piloten unabhängig voneinander beim Start oder bei der Landung ein Objekt, bei dem es sich möglicherweise um eine Drohne handelte. Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete gemeinsam mit dem Flughafen und der Deutschen Flugsicherung eine Suche ein, auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Eine Drohne fanden die Beamten nicht. Mehrere Flüge mussten umgeleitet werden.
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