Die Luftfahrtbehörde der USA will ausgewählte privat betriebene Kontrolltürme künftig selbst übernehmen. Mit einem neuen Pilotprogramm sollen stark frequentierte sogenannte Contract Towers unter direkte FAA-Kontrolle gestellt werden. Ziel ist es, die Ausbildung zu vereinheitlichen und den Nachwuchs an Fluglotsinnen und Fluglotsen zu stärken.
Als erste Kandidaten wurden die Kontrolltürme am Bozeman Yellowstone International Airport und am Phoenix-Mesa Gateway Airport ausgewählt. Die dort tätigen privaten Lotsen sollen zusammen mit ihren Einrichtungen in den regulären FAA-Betrieb überführt werden.
Die Behörde erhofft sich davon mehr Standardisierung bei Training und Aufsicht sowie eine langfristige Stabilisierung des Personals in komplexen Lufträumen. Das Programm geht auf Vorgaben des FAA-Reauthorization-Gesetzes von 2024 zurück.
Die FAA rechnet damit, dass die Umsetzung zwischen 29 und 44 Monate dauern wird. Spätestens sechs Monate nach der vollständigen Übernahme der ersten Towers soll ein Sicherheitsbericht an den US-Kongress vorgelegt werden.