Der Luftverkehrsstandort Deutschland hat nach der Corona-Pandemie bei der internationalen Anbindung an Boden verloren. Das zeigt ein gemeinsamer Wirtschaftsreport des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Frankfurt erreichte 2024 bei den direkt erreichbaren Zielen wieder annähernd das Vorkrisenniveau. Andere große deutsche Flughäfen lagen dagegen bis zu 18 Prozent darunter. Auch Flugfrequenzen und Verbindungen zu Randzeiten gingen vielerorts zurück.
Gleichzeitig verlagern sich Umsteigeverbindungen zunehmend auf Drehkreuze außerhalb der EU. Zwischen Deutschland und Fernost sowie Südostasien stieg deren Anteil seit 2010 von 34 auf 54 Prozent. Der Anteil der Umsteigeverbindungen über deutsche Drehkreuze sank dagegen von 56 auf 36 Prozent. Die staatlich festgelegten Kosten des Luftverkehrs haben sich laut Report seit 2019 in der Spitze mehr als verdoppelt und liegen im Schnitt bei rund 30 Euro pro Passagier. Die durchschnittlichen Ticketpreise stiegen von 2010 bis 2024 von knapp 150 auf rund 300 Euro.