Thomas-Cook-Logo: Von der Pleite der britischen Mutter war Thomas Cook Aviation zunächst nicht betroffen.

Condor und Co.Thomas Cook hat mehrere Gebote für Airlines bekommen

Der Reisekonzern ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Deshalb will Thomas Cook den Verkauf seiner Fluggesellschaften beschleunigen.

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Thomas Cook steht schon seit einiger Zeit unter Druck. Den Reisekonzern plagen hohe Schulden. Zugleich läuft auch das Geschäft nicht mehr so gut. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018/19 ergab sich bei einem Umsatz von 3,019 Milliarden ein Betriebsverlust von 282 Millionen Pfund. Wegen eines Milliarden-Abschreibers auf dem Geschäft im Vereinigten Königreich kam unter dem Strich ein Vorsteuerverlust von 1,456 Milliarden Pfund heraus (Vorjahr: minus 303 Millionen). Man spüre die Zurückhaltung der Briten wegen der Brexit-Unsicherheit, so Thomas Cook am Donnerstag (16. Mai).

Damit ist unwahrscheinlich, dass Thomas Cook seine Fluggesellschaften nach dem Ende der im Februar angekündigten strategischen Überprüfung behalten wir. Man habe «mehrere Angebote erhalten», teilt der Konzern jetzt mit. Man prüfe derzeit die eingegangenen Offerten für das gesamte Fluggeschäft, aber auch für Teile davon. Man beschleunige nun den Prozess und werde «zu gegebener Zeit» darüber informieren.

Lufthansa, Virgin Atlantic, Indigo

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte am 7. Mai erklärt, man mache Thomas Cook ein nicht bindendes Übernahmegebot für Condor. Die Offerte könnte aber auch erweitert werden auf die gesamten Fluggesellschaften des britischen Touristikkonzerns. Virgin Atlantic soll ein vorläufiges Angebot für das Langstreckengeschäft von Thomas Cook abgegeben haben. Indigo Partners wird ebenfalls als Interessent gehandelt.

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