Boeing 747 von Thai Airways: Der Vorstandsvorsitzende entschuldigte sich.

Thai AirwaysPassagiere müssen First-Class-Sitze für Crew aufgeben

Ein Flug von Thai Airways startete in Zürich stark verspätet. Die Piloten weigerten sich zu fliegen, bis zwei ihrer Kollegen First-Class-Plätze erhielten.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Üblicherweise ist Flug TG971 von Zürich nach Bangkok ziemlich pünktlich. Am 11. Oktober jedoch hob die an jenem Tag eingesetzte Boeing 747 von Thai Airways International mit zweieinhalb Stunden Verspätung ab. Es waren weder das Wetter oder ein technisches Problem, die den Abflug verzögerten - die beiden Piloten weigerten sich abzufliegen.

Der Grund für die Weigerung: Der Pilot und der Kopilot setzen sich für zwei Kollegen ein, die dienstlich von Zürich nach Bangkok zurückfliegen mussten. In der First Class waren aber keine Plätze frei. Und so verlangte die Cockpitbesatzung, dass zwei Passagiere ihre Plätze vorne im Flugzeug zugunsten der Angestellten aufgeben, wie die Zeitung Bangkok Post berichtet.

Upgrade rückgängig gemacht

Nach zwei Stunden knickte ein Paar ein und gab seine Plätze auf. Es war zuvor von der Business Class in die höhere Klasse upgegradet worden*. Normalerweise fliegt Thai Airways die Strecke mit einer Boeing 777, die keine First Class besitzt. Business-Passagiere werden deshalb bei Einsatz der 747 wenn möglich in die höhere Klasse gesetzt - nach Buchungszeitpunkt und Priorität.

Nach der Umsetzaktion starteten die Piloten mit dem Jumbo-Jet dann Richtung Bangkok. Am Ende blieb eine Verspätung von rund anderthalb Stunden. Die versetzten Reisenden klagten Zuhause angekommen gegen Thai Airways International. Die Crew habe die Passagiere in Geiselhaft genommen, statt die beiden Piloten in die Business Class zu setzen.

Chef entschuldigt sich öffentlich

Allerdings bietet die Business in der 747 von Thai keine Sitze, die sich in ein Bett verwandeln lassen, sondern lassen sich lediglich weit nach hinten klappen. Es gab daher durchaus Grüne für die Piloten, in die First  zu wollen. Weshalb die Sitze dann trotzdem zuerst den Kunden zugeteilt wurden, ist unverständlich und unklar.

Thai Airways International bat inzwischen um Verzeihung. «Ich entschuldige mich bei allen betroffenen Passagieren für das unprofessionelle Verhalten, das zur Verspätung führte», schrieb Vorstandsvorsitzender Sumeth Damrongchaitham bei Facebook. Er übernehme dafür die Verantwortung. Und er stelle sicher, dass so etwas nie wieder passiere.

Mehr zum Thema

Zwei Piloten im Cockpit: Powernaps sind in Europa unter Auflagen erlaubt. In den USA nicht.

Pilotinnen und Piloten dürfen in Europa bis zu 30 Minuten schlafen – woher kommt die Zahl?

Thomas Forster: «Das Hauptargument für City Airlines ist die Perspektive».

«Wir werden von Anfang an erfahrene Pilotinnen und Piloten auf dem Airbus A220 haben»

Cockpitpersonal bei der Arbeit: Wo verdient man in Europa am meisten?

So viel verdienen Pilotinnen und Piloten in Europa

ticker-usa

Druck auf Donald Trump steigt, das Rentenalter für Pilotinnen und Piloten auf 67 Jahre zu erhöhen

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies