Thai-Flieger: Die Airline bangt um europäische Touristen.

Sparprogramm bei Thai AirwaysJede vierte Stelle geht verloren

Die politischen Unruhen in Thailand treffen die Nationalairline hart. Um aus den roten Zahlen zu kommen, streicht Thai Airways rund 6000 Stellen.

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Lange Zeit sprach man in Thailand von «business as usual». Doch es war ein Stück Wunschdenken dabei, wenn die Tourismusbranche im südostasiatischen Lande sagte, dass sich Ferienhungrige von den gewalttätigen politischen Unruhen nicht abschrecken lassen würden. Das zeigt sich exemplarisch am Schicksal von Thai Aiways.

Fünf Quartale hintereinander schreibt die thailändische Nationalairline nun schon hohe Verluste. Thai Airways plagen hohe Kosten, die Konkurrenz durch Billigflieger, aber vor allem eben auch die ausbleibenden Buchungen durch ausländische Reisende. Am Suvarnabhumi Airport in Bangkok zählte man beispielsweise im Juli ein Fünftel weniger Passagiere als vor einem Jahr.

Gäste aus Europa kommen langsam zurück

Die Auslastung der Flüge von Thai Airways beträgt aktuell nur 70 Prozent. Das ist zwar mehr als noch vor ein paar Monaten, aber weniger als vor einem Jahr. Vor allem die Strecken nach Australien sind ein Sorgenkind. Australier sind die neuntgrößte Touristengruppe in Thailand. Sie machen nun lieber anderswo in Asien Ferien.

Die Gäste aus Europa kommen laut dem Management von Thai Airways jetzt langsam zurück. Bei den wichtigen Japanern und Indern sehe man gar eine deutliche Erholung. Doch das reicht nicht. Die seit Mai an der Macht stehende Militärregierung, die nun auch die Geschicke der Nationalairline lenkt, will Thai Airways von Grund auf sanieren.

Wieder zur Weltspitze aufsteigen

Deshalb sollen bei Thai Airways bis Ende des Jahres 1800 Stellen wegfallen. In den nächsten vier Jahren werden weitere 4200 Arbeitsplätze verschwinden. Insgesamt baut das Star-Alliance-Mitglied bis 2018 also jeden vierten der 25'000 Jobs ab.

Bereits früher kündigte Thai Airways an, den Flugplan nach Europa auszudünnen und dafür in Asien auszubauen. Dank der Maßnahmen will die Fluglinie in den kommenden fünf Jahren wieder zur Weltspitze aufsteigen. Das ist das erklärte Ziel des Managements.

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