Kollision von Ballon und TAM-Airbus: Zwischenfall ging glimpflich aus.

Airbus auf Tuchfühlung mit Ballon

Ein Heißluftballon kam einem Airbus von TAM zu nahe. Im Cockpit spielten die Instrumente verrückt - für die Piloten kein Problem: Sie flogen einfach weiter.

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Erst jetzt ist geklärt, was wirklich passierte. Doch bereits am 17. Juni 2011 kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem unbemannten Heißluftballon und einer Maschine der brasilianischen Fluggesellschaft TAM, berichtet The Aviation Herald. Der Airbus A319-100 von Rio de Janeiro nach Belo Horizonte war gerade erst auf dem Flughafen Santos Dumont gestartet, als die Flugsicherung vor Ballons in der Gegend warnte. Kurze Zeit später kam es zur Kollision.

Unmittelbar danach spielten die Geschwindigkeitsanzeigen im Cockpit verrückt, der Autopilot und der Autoschub wurden unterbrochen, verschiedene Fehlermeldungen wurden angezeigt. Der Kapitän befahl dem Ersten Offizier nicht die Flugsicherung zu informieren, während die Crew vergeblich versuchte den Autopiloten zu starten.

Warnsignale ignoriert

Die Maschine mit 95 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern setzte ihren Flug gen Norden fort, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die Erfordernisse von RVSM Lufträumen entsprach. Demnach muss es an Bord einen Autopilot geben, der die Höhe halten kann. Auch ertönten während des gesamten Flugs verschiedene Warnsignale. Trotz widersprüchlicher Geschwindigkeitsanzeigen gelang der Crew schließlich die sichere Landung in Belo Horizonte.

Im Untersuchungsbericht der brasilianischen Flugbehörde CENIPA werden der Crew und insbesondere dem Kapitän nun heftige Vorwürfe gemacht: Die Mannschaft habe ihre Pflicht verletzt und teilweise völlig falsch gehandelt.

Video

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Timo Nowack
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guayaquil airbus a350 iberia
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Stefan Eiselin
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