Letzte Aktualisierung: 18:16 Uhr
Partner von

Tajik Air

Achtälteste Airline der Welt stellt Betrieb ein

Aus für eine Fluggesellschaft mit 94-jähriger Tradition: Tajik Air hat den Betrieb eingestellt. Sie will zwar wieder abheben, doch das gilt als sehr unwahrscheinlich.

Dushanbe Airport

Flieger von Tajik Air: Ab sofort am Boden.

Am. 3. September 1924 nahm eine lange Firmengeschichte ihren Anfang. Die Zentralregierung in Moskau gründete eine Fluggesellschaft in der damaligen Sowjetrepublik Tajikistan, die fortan die zentralasiatische Region miteinander verband. 1991 zerfiel die UdSSR und aus der Aeroflot-Tochter wurde die Nationalairline des Staates.

Die selbständig gewordene Tajik Air konnte zumindest etwas stolz vorweisen: Sie war nach KLM, Avianca, Qantas, Aeroflot, CSA Czech Airlines, Finnair und Delta Air Lines die achtälteste Fluggesellschaft der Welt. Damit ist es nun vorüber. Wegen finanziellen Schwierigkeiten hat sie am 10. Januar den Betrieb eingestellt, wie russische Medien berichten.

Was passiert im Gebirge?

Inzwischen hat die private Somon Air einige Strecken von Tajik Air übernommen. Tajik Air hofft zwar noch auf einen Neustart. Da die private Konkurrentin bereits jetzt im Auftrag der Regierung fliegt, glaubt aber niemand daran, dass Tajik Air aus der Staatskasse nochmals Geld erhält. Dies gilt umso mehr, als dass Präsident Emomali Rakhmon die Nationalairline wiederholt kritisiert hatte.

Ein Problem ist das für abgelegeneren Gebiete des 8,7 Millionen Einwohner zählenden Landes. Sie wurden nur von Tajik Air angeflogen und Somon Air hat keine Flieger, die auf den Flughäfen im Gebirge landen können. Die Nationalairline setzte dort eine Antonov An-28 ein. Sonst besaß sie noch drei flugfähige Jets mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren, eine Boeing 737-300, eine 757-200 und eine 767-300.

Schön, dass Sie hier sind. Unsere erfahrenen Journalisten bieten Ihnen 365 Tage pro Jahr Nachrichten und Hintergründe. Gratis. Das wird so bleiben. Um unser Angebot weiter zu verbessern, haben wir ein Vielleser-Programm gestartet. Damit finanzieren wir aufwendige Recherchen und die Umsetzung neuer Ideen. Ihr Beitritt hilft, den unabhängigen Luftfahrtjournalismus zu stärken. Und nebenher profitieren auch Sie. Jetzt Mitglied werden!



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem oder beleidigendem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.