IL-76 von Flysky Airlines: Bleibt am Boden.

Blacklist der EU im BlickKirgistan legt mehr als der Hälfte seiner Airlines still

Kirgistan krempelt seine Luftfahrt radikal um: Innerhalb weniger Monate hat die Regierung mehr als die Hälfte der Fluggesellschaften gegroundet – ein drastischer Schritt auf dem Weg weg von der schwarzen Liste der EU.

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In Kirgistan stehen zahlreiche Flugzeuge am Boden. Zwischen Herbst 2025 und Anfang Februar 2026 haben die Behörden elf von 21 kommerziellen Fluggesellschaften des Landes die Betriebsgenehmigung entzogen oder vorläufig ausgesetzt. Damit ist mehr als die Hälfte der Branche betroffen.

Die Überprüfung der Luftverkehrsbetreiberzeugnisse (Englisch: AOC) war bereits Ende 2024 auf Initiative von Präsident Sadyr Japarov gestartet worden. Unmittelbarer Auslöser war der Abschuss einer Ilyushin Il-76TD über dem Sudan, die früher in Kirgistan registriert gewesen war. In der Folge leitete das staatliche Komitee für Zivilluftfahrt eine umfassende Prüfung aller bestehenden Zertifikate ein.

Insgesamt 18 Flugzeuge am Boden

Nach Angaben des staatlichen Komitees für Zivilluftfahrt verloren die Frachtairlines Flysky Airlines, Sapsan, Skyline Airlines, Gewan Airways und Blue Jet Airways ihre Luftverkehrsbetreiberzeugnisse. Auch die Hubschrauberbetreiber Helisky und Trans Caravan wurden die Zertifikate entzogen. Zusätzlich setzten die Behörden die Genehmigungen von New Way Cargo Airlines, KAP, Sky Jet sowie der Chartergesellschaft Sky Airlines aus.

Die betroffenen Unternehmen betreiben zusammen 18 Flugzeuge, darunter zehn Ilyushin Il-76, drei Airbus A330, drei Diamond DA-42 sowie je eine Boeing 757 und 737. Außerdem sind auch elf Hubschrauber vom Typ Mi-8/17 und Ka-32 gegroundet.

Kirgistan will von der schwarzen List der EU herunter

Der harte Kurs ist Teil eines größeren politischen Vorhabens. Kirgistan steht seit 2006 auf der EU-Luftsicherheitsliste, weil die Aufsicht als nicht ausreichend eingestuft wurde. Airlines aus dem Land dürfen daher weder in die Europäische Union fliegen noch deren Luftraum nutzen. Präsident Japarov hatte erst vor wenigen Wochen erklärt, Kirgistan stehe an einem «kritischen Punkt» beim Wegfall von der schwarzen Liste. Die Regierung investiere massiv in neue Flugzeuge, Infrastruktur und Sicherheitsstandards, um internationale Anforderungen zu erfüllen.

Eine Streichung von der EU-Liste hätte weitreichende Folgen. Sie würde nicht nur direkte Verbindungen nach Europa ermöglichen, sondern auch Überflüge erlauben – ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für zentralasiatische Airlines.

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