Flieger von Sunwing: Aktuell steckt die Airline im Chaos.

Chaos bei kanadischer AirlineSunwing lässt ganze Provinz ohne Flüge

Die kanadische Ferienairline erlebte in den vergangenen Wochen ein ähnliches Flugchaos wie die Konkurrenz in den USA. Doch es hält an - und jetzt muss Sunwing eine ganze Provinz aus dem Flugplan streichen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

2022 war ein Chaosjahr in der Luftfahrt. Und zumindest für eine kanadische Airline geht es mit den Problemen auch 2023 nahtlos weiter. Sunwing Airlines sorgt gerade mit Streichungen für Schlagzeilen. Die Probleme sind derart groß, dass die kanadische Ferienairline eine Provinz gar nicht mehr anfliegt.

Sämtliche Flüge ab Saskatchewan sind bis und mit 23. Februar gestrichen, teilt die Airline bei Twitter mit. Betroffen sind davon die Flughäfen Saskatoon und Regina. Laut kanadischen Medien sitzen weiterhin viele Urlauberinnen und Urlauber im Ausland fest, weil sie noch keine Ersatzflüge in die Heimat erhalten haben.

Auch Air Canada zog sich zurück

Andrew Leeming, Operativchef des Flughafens Saskatoon, sagte laut der Zeitung Western Standarad, es sei «ungewöhnlich», dass der Betrieb einer Fluggesellschaft komplett eingestellt werde. In letzter Zeit ist es allerdings bereits das zweite Mal. Erst vor vier Wochen hatte auch Air Canada bekannt gegeben, sämtliche Flüge an den beiden Airports einzustellen.

Air Canada hatte angegeben, sich künftig mehr auf die großen kanadischen Ziele konzentrieren zu wollen. Sunwing erlaubte sich bei der Begründung einen Seitenhieb auf das Personal. Zusätzlich zu den Nachwehen des Winterchaos, das auch in Kanada herrschte, sei auch der Mangel an Pilotinnen und Piloten verantwortlich für die Streichungen in Saskatchewan.

Kritik der Gewerkschaft

«Wir hatten gehofft, die Nachfrage aus Saskatoon und Regina mit Hilfe von ausländischen Cockpitbesatzungen aufzufangen. Leider wurde dem Einsatz ausländischer Piloten nicht zugestimmt», so die Fluggesellschaft. Was sie damit meint: Die Gewerkschaft hatte dem Plan, temporär Pilotinnen und Piloten aus dem Ausland einzustellen, nicht zugestimmt.

Die sieht das natürlich aber anders. «Keine zusätzlichen Piloten hätten die Auswirkungen des strengen Winterwetters auf den Betrieb von Sunwing verhindern können», heißt es von der Gewerkschaft Unifor. Die Fluggesellschaft trage auch die alleinige Verantwortung für die großen Verspätungen, mit denen die Reisenden konfrontiert sind, um nach Hause zu kommen, fügte er hinzu.

Selbst schuld?

In Kanada müssen eine Airline fähig sein, auch mit schlimmem Winterwetter klarzukommen. «Das ist Kanada, nicht Barbados», so ein Vertreter der Gewerkschaft. Dass Sunwing nicht in der Lage gewesen sei, nach dem Sturm die Crews auf die Flugzeuge einzuplanen, sei allein ihre Schuld.

Mehr zum Thema

Kanadische Influencer und Reality-Sternchen feierten heftig auf einem Sunwing-Flug.

Influencer-Party auf Sunwing-Flug gerät außer Kontrolle

Boeing 737-800 von Sunwing: Die Airline setzte auf Wet-Leasing.

Kanada beschränkt Wet Leasing

Boeing 737-400 von Flair Airlines: Befördern schon jetzt New-Leaf-Passagiere.

Führt Air Transat Passagiere hinters Licht?

Southwest-Flieger: Nur ein Drittel der Flüge hob am zweiten Weihnachtstag ab.

Die Kettenreaktion, die zum Southwest-Desaster führte

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack