Airbus A320 von Sudan Airways: Miserable Auslastung.

«Sanktionen sind die Hölle»

Sudan Airways hält sich nur noch knapp am Leben. Nun sollen ausländische Investoren das Traditionsunternehmen retten.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

65 Jahre lang überlebte sie alle Stürme. Nun liegt die nationale Fluggesellschaft des afrikanischen Landes im Sterben. Missmanagement, Bürgerkrieg und Sanktionen durch die EU und die USA setzten Sudan Airways in den letzten Jahren massiv zu. «Sanktionen sind die Hölle - in Bezug auf alles» erklärte Unternehmenschef al-Obeid Fadhl al-Moula dieser Tage der Nachrichtenagentur Reuters. Er wies darauf hin, dass man große Probleme mit der Flotte von sechs Jets habe, die aus Airbus A300 und A320, einer Boeing B737 und Fokker 50 besteht. «Es gibt immer ein Problem. Ich bekomme zwar Ersatzteile über Freunde und Firmen. Doch dafür muss ich auch entsprechend bezahlen» so Moula weiter. Die USA beschlossen 1993 ein Embargo gegen den Sudan, weil der Staat verdächtigt wurde, den internationalen Terrorismus zu unterstützen.

Die Probleme der Airline begannen endgültig 2007. Damals stieg die kuwaitische Aref Investment Group als Investor aus, welche bis dahin 49 Prozent des Kapitals gehalten hatte. Der Staat musste die Anteile der Fluggesellschaft mit 1700 kaum kündbaren Angestellten für nur sechs Flugzeuge wieder übernehmen. Seither fliegt Sudan Airways 16 Ziele in Afrika und dem Nahen Osten an, zehn davon im Inland. Vergangenes Jahr transportierte sie 260'000 Passagiere. Nach Europa darf sie nicht fliegen, da Sudan Airways seit Frühjahr 2010 auf der Schwarzen Liste der EU steht.

Arabische Investoren

Nun aber habe man neue Investoren an der Angel, erklärte Moula gegenüber Reuters. Vier Unternehmen aus dem Nahen Osten seien interessiert, so der Firmenchef. Zwei davon seien Finanzgesellschaften, zwei Airlines. Offenbar soll sich die ägyptische Egypt Air unter den Kandidaten befinden. Die Luftfahrtunternehmen sind dabei im Vorteil. «Jetzt ist die Idee, dass wir einen Betreiber haben, keinen Investor» so Moula.

Mehr zum Thema

ticker-egyptair

Egypt Air startet Flüge nach Birmingham

Airbus A220-300 von Egypt Air, hier noch mit dem Kennzeichen SU-GFC: Heißt mittlerweile N562AZ und bleibt für immer am Boden.

In den USA werden vier Airbus A220 ausgeschlachtet

ticker-azorra

Azorra übernimmt zwölften Airbus A220 von Egypt Air

ticker-egyptair

Egypt Air Cargo übernimmt weiteren in Dresden zum Frachter umgebauten Airbus A330 P2F

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies