Flieger von Solomon Airlines: Für kurze Zeit blieb die Flotte am Boden.

Solomon AirlinesStreit mit Regierung führt zu Kurz-Grounding

Die Nationalairline der Salomonen hielt ihre Flugzeuge einen Tag lang freiwillig am Boden. So wollte sie ihre Regierung unter Druck setzen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Erpressung oder Notmaßnahme? Was auch immer es war, die Fluglinie der Salomonen entschied sich zu einem drastischen Schritt. Solomon Airlines hielt kurzerhand am Dienstag ab acht Uhr morgens die gesamte Flotte am Boden. Grund war eine aussstehende Geldsumme von der Regierung: «Die salomonische Regierung schuldet uns zwischen 15 und 18 Millionen Salomonische Dollar», sagte Airline-Chef Gus Kraus zu Radio New Zealand. «Wir operieren unter einem finanziellen Engpass», so Kraus, «Wenn wir die Finanzkrise nicht beheben, wird sie zum Sicherheitsrisiko.»

Laut Kraus konnte die Airline eine Dash 8 Turbopop-Maschine seit März nicht nach einer Routine-Wartung abholen, weil ihr die Mittel zum Bezahlen des Dienstleisters Hawker Pacific fehlten. Die Regierung der Salomonen dagegen nannte laut dem Nachrichtenportal Australian Aviation den Shut-Down ein operatives Problem der Fluglinie selbst: Man versuche, es so schnell wie möglich zu beheben, hieß es von salomonischen Flugbehörde.

Vorübergehende Streichung aller Flüge

Die Solomon-Airlines-Passagiere mussten die unmittelbare Streichung ihrer Flüge hinnehmen. Laut Ron Sumsum, dem Vorstandschef der Airline, wurde der gesamte Flugverkehr – sowohl national wie auch international – eingestellt. Aktuell fliegt die Gesellschaft international ohnehin ausschließlich zwischen Brisbane und der Inselhauptstadt Honiara. Die Strecke zwischen Sydney und Honiara war schon vor einem Monat eingestellt worden. Auch die Codeshare-Partner und die Bodenabfertigung waren vom Grounding betroffen.

Ohne viel Federlesens schien sich bereits binnen Tagesfrist eine Einigung zwischen der salomonischen Regierung und der Air Solomon gefunden zu haben – Details wurden aber nicht bekannt. Die Gesellschaft nahm den Flugbetrieb wieder auf. Solomon Airlines besitzt eine Flotte bestehend aus einem Airbus A320, drei De Havilland DHC-6 Twin Otter und einer Bombardier Dash 8.

Mehr zum Thema

Blitze am Mildura Airport: Es entstanden Schäden.

Blitze reißen tellergroße Löcher in Landebahn

Das geplante neue Inlandsterminal und der geplante neue Bahnhof (in Blau): Heftige Opposition von zwei zentralen Kunden.

Air New Zealand und Qantas wettern gegen Ausbau des Flughafens Auckland

Über zwölf Stunden in einer Boeing 737 Max

Über zwölf Stunden in einer Boeing 737 Max

Boeing 737 von Air Vanuatu: Am Boden.

Einziger Jet am Boden - und keine Ersatzteile vorrätig

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies