Airbus A330 von Lufthansa: Fliegt täglich nach Nigeria.

Harte Vorwürfe an Lufthansa

Nigerias Regierung beschuldigt die deutsche Fluglinie, sich nicht an eine Abmachung zu halten. Es geht dabei auch um die Zahlung von 14 Millionen Dollar.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

span>Senator Hope Uzodimma ist außer sich. «Lufthansa weigert sich, die 14 Millionen Dollar zu bezahlen, bloß weil irgendein Idiot der Airline einen Brief schrieb, sie müsse die Gebühren nicht begleichen - ohne die Einwilligung eines Ministers», wettert der Vorsitzende der Luftfahrt-Kommission des nigerianischen Parlaments. Dabei sei klar, dass ein solcher Erlass immer von der Regierung beschlossen werden müsse, erklärte er der Tageszeitung This Day. Deshalb habe seine Kommision Lufthansa nun ein Ultimatum gesetzt, bis zu dem die Schulden beglichen werden müssten. Sonst drohen den Deutschen Sanktionen. Wie die konkret aussehen könnten, sagte er aber nicht.

Der Streit geht auf eine Abmachung zwischen Nigeria und Lufthansa aus dem Jahr 2008 zurück. In einer von einem Regierungsbeamten unterzeichneten Grundsatzvereinbarung soll der deutschen Airline damals das Recht eingeräumt worden sein, den Flughafen Abuja anzufliegen und von dort auch Passagiere in Drittländer mitzunehmen. Gleichzeitig mit der Gewährung der fünften Freiheit wurden ihr die Überflug- und Flughafengebühren erlassen. Im Gegenzug soll sich Lufthansa verpflichtet haben, eine Unterhalts- und Reparaturstätte aufzubauen, lokales Personal auszubilden und Abuja als regionales Drehkreuz zu verwenden. Doch nun hat Luftfahrtministerin Stella Oduah die Abmachung gekündigt, wie This Day schreibt. Das Blatt beruft sich auf eine Quelle aus dem Ministerium. «Sie sah keine messbaren Erfolge aus dem Abkommen mit Lufthansa», so der Insider gemäß der Zeitung.

Durchaus Personal ausgebildet

Bei Lufthansa bestätigt man die Probleme, will sie aber nicht groß kommentieren. «Wir stehen mit der Regierung Nigerias in Gesprächen», sagt Sprecher Aage Dünhaupt gegenüber aeroTELEGRAPH. Die könnten durchaus positiv für die Airline verlaufen. Denn auch in Nigeria gibt es andere Stimmen. Lufthansa habe die Reparaturwerkstätte nicht gebaut, da die Airline dies nicht allein tun wolle, sondern nur mit einem lokalen Partner, erklärte ein Regierungsbeamter gegenüber This Day. Zudem hätten die Deutschen durchaus lokales Personal ausgebildet. Das bestätigt auch Dünhaupt. «Es kam ab und an zur Zusammenarbeit mit nigerianischen Airlines auf technischer Ebene, etwa mit Arik Air», sagt er. Lufthansa fliegt täglich mit einem Airbus A330 von Frankfurt nach Abuja.

Mehr zum Thema

Flugzeuge von Emirates und Lufthansa: Nur eine von beiden Airlines hat Grund zur Freude.

Lufthansa kritisiert zusätzliche Verkehrsrechte für Emirate: «Bundesregierung schießt zu viele Eigentore»

Airbus A330 von Discover Airlines: Das Flugzeug ist der erste Airbus, der mit Aeroshark nachgerüstet wird.

Dieser Airbus wird gesharkt: In Dresden bekommt erstmals ein Airbus A330 die sparsame Haifischhaut

Boeing 737 Max 8 am Flughafen Neapel: Während der Schließung weicht die Airline nach Salerno aus.

Ein Monat ohne Flüge: So reagieren die Airlines auf die Sperrung von Neapel

Bilder von Gästen des Swiss-Crewhotels: Die Airline zieht aus.

«Hier waren wir zu optimistisch»: Swiss zieht nach monatelanger Kritik aus Ekel-Hotel in Miami aus

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack