Airbus A330 von Lufthansa: Fliegt täglich nach Nigeria.

Harte Vorwürfe an Lufthansa

Nigerias Regierung beschuldigt die deutsche Fluglinie, sich nicht an eine Abmachung zu halten. Es geht dabei auch um die Zahlung von 14 Millionen Dollar.

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span>Senator Hope Uzodimma ist außer sich. «Lufthansa weigert sich, die 14 Millionen Dollar zu bezahlen, bloß weil irgendein Idiot der Airline einen Brief schrieb, sie müsse die Gebühren nicht begleichen - ohne die Einwilligung eines Ministers», wettert der Vorsitzende der Luftfahrt-Kommission des nigerianischen Parlaments. Dabei sei klar, dass ein solcher Erlass immer von der Regierung beschlossen werden müsse, erklärte er der Tageszeitung This Day. Deshalb habe seine Kommision Lufthansa nun ein Ultimatum gesetzt, bis zu dem die Schulden beglichen werden müssten. Sonst drohen den Deutschen Sanktionen. Wie die konkret aussehen könnten, sagte er aber nicht.

Der Streit geht auf eine Abmachung zwischen Nigeria und Lufthansa aus dem Jahr 2008 zurück. In einer von einem Regierungsbeamten unterzeichneten Grundsatzvereinbarung soll der deutschen Airline damals das Recht eingeräumt worden sein, den Flughafen Abuja anzufliegen und von dort auch Passagiere in Drittländer mitzunehmen. Gleichzeitig mit der Gewährung der fünften Freiheit wurden ihr die Überflug- und Flughafengebühren erlassen. Im Gegenzug soll sich Lufthansa verpflichtet haben, eine Unterhalts- und Reparaturstätte aufzubauen, lokales Personal auszubilden und Abuja als regionales Drehkreuz zu verwenden. Doch nun hat Luftfahrtministerin Stella Oduah die Abmachung gekündigt, wie This Day schreibt. Das Blatt beruft sich auf eine Quelle aus dem Ministerium. «Sie sah keine messbaren Erfolge aus dem Abkommen mit Lufthansa», so der Insider gemäß der Zeitung.

Durchaus Personal ausgebildet

Bei Lufthansa bestätigt man die Probleme, will sie aber nicht groß kommentieren. «Wir stehen mit der Regierung Nigerias in Gesprächen», sagt Sprecher Aage Dünhaupt gegenüber aeroTELEGRAPH. Die könnten durchaus positiv für die Airline verlaufen. Denn auch in Nigeria gibt es andere Stimmen. Lufthansa habe die Reparaturwerkstätte nicht gebaut, da die Airline dies nicht allein tun wolle, sondern nur mit einem lokalen Partner, erklärte ein Regierungsbeamter gegenüber This Day. Zudem hätten die Deutschen durchaus lokales Personal ausgebildet. Das bestätigt auch Dünhaupt. «Es kam ab und an zur Zusammenarbeit mit nigerianischen Airlines auf technischer Ebene, etwa mit Arik Air», sagt er. Lufthansa fliegt täglich mit einem Airbus A330 von Frankfurt nach Abuja.

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