Airbus A380 von China Southern: Darf nicht ab Peking fliegen.

Chinesischer Streit um A380

Eigentlich möchten China Southern und Air China gemeinsam A380 nutzen. Doch sie können sich nicht über die Details einigen. Das ist gut für Australien-Reisende.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Wie so oft in China, stand am Anfang sanfter Druck von der Regierung. Erst dann setzten sich die Fluggesellschaften an einen Tisch. Sie sahen aber dann selbst ein, dass es für sie beide durchaus Vorteile haben könnte, was die Regierung in Peking vorschlug. China Southern und Air China sollten doch bei der Nutzung des Airbus A380 zusammenspannen. Denn die jetzige Situation ist unbefriedigend. Air China sitzt auf den lukrativen Landerechten in Peking. Für viele Auslandsstrecken könnte sie da die Großraumflieger gut gebrauchen. Doch nur China Southern besitzt in der Volksrepublik A380, fünf Stück sind es insgesamt.

China Southern darf mit den Superjumbos aber nicht ab der Hauptstadt ins Ausland fliegen, von wo die größten Passagierströme abgehen - eben weil Air China ihr bewusst Landerechte vorenthält. Deshalb setzt sie ihre A380 derzeit für Inlandsflüge ab ihrer Basis in Guangzhou ein. Von dort fliegt sie nach Peking und Schanghai. Daneben bedient sie mit dem Großraumflieger ab Guangzhou Los Angeles. Um die großen Flieger füllen zu können, operiert China Southern mit Kampfpreisen. Kooperation hätte deshalb beiden etwas gebracht.

Massiver Preisdruck auf der Känguru-Route

Doch die beiden Fluglinien haben unterschiedliche Ansichten über die Art der Zusammenarbeit. Air China wollte zwei der fünf A380 von China Southern wetleasen, also samt Crew mieten und dann selbstständig einsetzen. China Southern dagegen stellt sich gemeinsame Flüge von Peking nach Paris und New York und später auch auf anderen Strecken vor. Diese Differenzen ließen sich offenbar nicht überbrücken. Die Verhandlungen wurden am Donnerstag (9. Mai) endgültig für gescheitert erklärt, wie Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires meldet.

Deshalb plant nun China Southern eine andere Offensive. Sie will neu von Guangzhou nach Sydney fliegen. Früher setzte sie da einen Airbus A330 ein. Der A380 bedeutet eine Kapazitätserhöhung um mehr als 40 Prozent. Das Capa Centre of Aviation sieht dadurch einen starken Preisdruck auf der Strecke entstehen. Schon jetzt biete die Airline Tickets zwischen Europa und Australien für umgerechnet 860 Euro an - halb so viel wie die Strecke noch vor zwei Jahren kostete.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies