Airbus A380 von China Southern: Darf nicht ab Peking fliegen.

Chinesischer Streit um A380

Eigentlich möchten China Southern und Air China gemeinsam A380 nutzen. Doch sie können sich nicht über die Details einigen. Das ist gut für Australien-Reisende.

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Wie so oft in China, stand am Anfang sanfter Druck von der Regierung. Erst dann setzten sich die Fluggesellschaften an einen Tisch. Sie sahen aber dann selbst ein, dass es für sie beide durchaus Vorteile haben könnte, was die Regierung in Peking vorschlug. China Southern und Air China sollten doch bei der Nutzung des Airbus A380 zusammenspannen. Denn die jetzige Situation ist unbefriedigend. Air China sitzt auf den lukrativen Landerechten in Peking. Für viele Auslandsstrecken könnte sie da die Großraumflieger gut gebrauchen. Doch nur China Southern besitzt in der Volksrepublik A380, fünf Stück sind es insgesamt.

China Southern darf mit den Superjumbos aber nicht ab der Hauptstadt ins Ausland fliegen, von wo die größten Passagierströme abgehen - eben weil Air China ihr bewusst Landerechte vorenthält. Deshalb setzt sie ihre A380 derzeit für Inlandsflüge ab ihrer Basis in Guangzhou ein. Von dort fliegt sie nach Peking und Schanghai. Daneben bedient sie mit dem Großraumflieger ab Guangzhou Los Angeles. Um die großen Flieger füllen zu können, operiert China Southern mit Kampfpreisen. Kooperation hätte deshalb beiden etwas gebracht.

Massiver Preisdruck auf der Känguru-Route

Doch die beiden Fluglinien haben unterschiedliche Ansichten über die Art der Zusammenarbeit. Air China wollte zwei der fünf A380 von China Southern wetleasen, also samt Crew mieten und dann selbstständig einsetzen. China Southern dagegen stellt sich gemeinsame Flüge von Peking nach Paris und New York und später auch auf anderen Strecken vor. Diese Differenzen ließen sich offenbar nicht überbrücken. Die Verhandlungen wurden am Donnerstag (9. Mai) endgültig für gescheitert erklärt, wie Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires meldet.

Deshalb plant nun China Southern eine andere Offensive. Sie will neu von Guangzhou nach Sydney fliegen. Früher setzte sie da einen Airbus A330 ein. Der A380 bedeutet eine Kapazitätserhöhung um mehr als 40 Prozent. Das Capa Centre of Aviation sieht dadurch einen starken Preisdruck auf der Strecke entstehen. Schon jetzt biete die Airline Tickets zwischen Europa und Australien für umgerechnet 860 Euro an - halb so viel wie die Strecke noch vor zwei Jahren kostete.

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