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Bombardier C-Series

Strafzoll von fast 300 Prozent bestätigt

Das Handelsministerium der USA bleibt dabei: Bombardier schädige mit Rabatten auf der C-Series für Delta die heimische Wirtschaft. Es bestätigte die Strafzölle.

Bombardier

C-Series: Zankapfel in den USA und Kanada.

Das Handelsministerium der USA bleibt hart. Es hat sich im Streit zwischen Boeing und Bombardier nicht erweichen lassen und bestätigte am Mittwoch (29. Dezember) die frühere Entscheidung für Strafzölle auf dem Import der C-Series. Nur ein klein wenig gab das Department of Commerce nach. Statt 299 sollen die Kanadier nun nur noch 292 Prozent zahlen.

Boeing hatte sich beschwert, Delta Air Lines habe riesige Rabatte erhalten, als sie die Bombardier C-Series bestellte und kein Produkt von Boeing.  Auch die Partnerschaft zwischen Bombardier und Airbus ändere daran nichts. Weil diese den Bau einer neuen Produktionsstätte in Alabama in den USA beinhalte, hatte Bombardier gehofft, so Strafzölle umgehen zu können.

High Noon im Februar

Bombardier erklärt in einer Stellungnahme, dass die Entscheidung der US-Regierung absurd sei. Der Bau des Werks in Alabama werde alle Sorgen ausmerzen, dass die Wirtschaft der USA durch die C-Series geschädigt werde. Das Handelsministerium ignoriere das alles und sehe auch über schon ewig in der Branche übliche Praxis hinweg – etwa Rabatte beim Start eines neuen Flugzeugmodells. Aber man bleibe zuversichtlich, dass die United States International Trade Commission, eine unabhängige, gerichtsähnliche Bundesbehörde der USA, im Februar das richtige Urteil fällen wird. Sie entscheidet endgültig über die Verhängung von Strafzöllen.



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