Stressfaktor EinsteigenStart-up will Boarding beschleunigen

Einsteigen ist mühsam: Die Passagiere stehen sich oft gegenseitig auf den Füßen herum. Ein junges Unternehmen will Abhilfe schaffen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Zeit ist auch bei Fluggesellschaften Geld. Viel Geld. Je mehr Flüge sie pro Tag durchführen können, desto mehr verdienen sie. Und so versuchen die Unternehmen unter anderem, die Standzeiten an Flughäfen zu verringern. Der entscheidende Faktor ist dabei die Dauer des Einsteigens. Boarding dauert in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten und ist damit auf der Kurzstrecke für ein Drittel bis zur Hälfte der Standzeit verantwortlich.

Auch wenn der Einsteigeprozess so wichtig ist – noch niemand hat bislang die ideale Methode gefunden, die sowohl Airlines als auch Passagieren etwas bringt. In Europa wird vor allem auf Zufall gesetzt. Die Passagiere steigen in einer zufälligen Reihenfolge ein. In den USA setzt man vor allem auf das Boarding nach Zonen. Dabei werden die Passagiere im hinteren Teil zuerst ins Flugzeug gelassen, dann die in der Mitte und dann die ganz vorne. Beide Methoden sind nicht ideal.

11 statt 17 Minuten bei einem A320

Akademiker rund um den Erdball befassen sich seit längerem mit dem Thema. Meistens kommen sie zum gleichen Schluss. Zuerst die Fensterplätze zu belegen, mit Vorteil lückenweise von hinten nach vorne, geht am schnellsten. So macht es beispielsweise die so genannte Steffen-Methode, benannt nach dem Physiker Jason Steffen. Er lässt die Passagiere am Fenster zuerst einsteigen. Allerdings dürfen nicht alle nacheinander in den Flieger, sondern abwechselnd. Also zunächst etwa die Sitze 12A, 10A, 8A und 6A. Dann folgen die Reihen 11A, 9A und 7A. Dadurch haben die Passagiere mehr Platz und behindern sich nicht gegenseitig.

Das Schweizer Start-up D Dyna hat nun eine neue Methode entwickelt, die darauf aufbaut. Anstatt die Sitzplätze im Voraus zuzuweisen, weist die Software D Dyna Board die Sitzplätze den Passagieren direkt am Gate zu. So kann die Reihenfolge der zugeteilten Plätze kontrolliert werden. Die Software kann das Boarding so steuern, dass sich die Passagiere sich nicht gegenseitig in die Quere kommen. «Heute braucht das Einsteigen bei einem A320 mit 180 Passagieren rund 17 Minuten. Wir schaffen es in 11 Minuten», sagt Daniel Trutmann von D Dyna (siehe oben stehende Videoanimation).

Sitzreservierung weiterhin möglich

Familien und Gruppen können dabei weiterhin zusammen sitzen. D Dynas Programm teilt ihnen einfach Plätze nebeneinander zu. Passagiere können zudem weiterhin Plätze bei der Buchung reservieren, falls sie das wünschen. Diese werden dann für diese Passagiere reserviert. «Auf die Boarding-Dauer hat das keinen großen Einfluss», so Trutmann. Selbst wenn ein Drittel aller Passagiere einen Platz auswähle, blieben genügend Optimierungsmöglichkeiten.

Wollen Sie an einem Test der neuen Lösung von D Dyna am Flughafen Zürich teilnehmen? Für den 22. November sucht die Firma noch Statisten. Die Air-Berlin-Tochter Belair stellt dazu einen Airbus A320 zur Verfügung. Check-in ist zwischen 12.00 Uhr und 12.45 Uhr. Der Anlass dauert bis 16:00 Uhr. Teilnehmer bekommen einen Snack und nehmen an einer Verlosung teil. Anmeldung hier.

Mehr zum Thema

Dauert ewig und nervt: Beim Boarding wird wertvolle Zeit verschwendet.

So geht Boarding am schnellsten

Boarding: Oft eine stressige Angelegenheit.

Dank Bloßstellen zu effizienterem Boarding

Jet von Delta: Einsteigen wieder nach Nummern.

Delta macht beim Einsteigen eine Rolle rückwärts

Lufthansa-Gate: Seit 1. Mai werden Boarding-Gruppen 1 und 2 getrennt aufgerufen.

Business-Class-Gäste müssen beim Einsteigen länger warten

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg