Brasilianische Rettungskräfte finden die Heckflosse des A330: Kommt es zehn Jahre später zum Prozess?

Absturz von Flug AF447 im Jahr 2009Staatsanwaltschaft will Prozess gegen Air France

Vor zehn Jahren kamen beim Absturz eines Airbus A330 von Air France 228 Menschen ums Leben. Jetzt will die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Fluglinie erheben.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die französische Staatsanwaltschaft möchte Air France wegen dem Absturz von Flug AF447 im Jahr 2009 vor Gericht ziehen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP und schreibt, der Vorwurf laute unter anderem auf Fahrlässigkeit. Die Fluggesellschaft soll demnach ihre Piloten des verunglückten Airbus A330 nicht ausreichend darauf vorbereitet haben, wie sie auf Fehlmessungen der Pitot-Sonden reagieren müssten. Und dies, obwohl es in den vorherigen Monaten mehrere Vorfälle mit diesen Sonden gegeben habe.

Die Pitot-Sonden messen die Geschwindigkeit eines Flugzeuges. Als der Airbus A330 mit der Flugnummer AF447 in der Nacht auf den 1. Juni 2009 auf dem Weg von Rio nach Paris über dem Atlantik in ein Unwetter geriet, fielen diese Sonden aus, wahrscheinlich durch Verstopfung mit Eiskristallen. Im Cockpit befanden sich da nur die beiden Kopiloten und die waren von der Fehlfunktion überfordert. Einer von ihnen reagierte auch falsch darauf. Der A330 von Air France erlitt schließlich einen Strömungsabriss und stürzte ins Meer, wobei alle 228 Menschen an Bord starben.

Keine Anklage gegen Airbus

Der Abschlussbericht der französischen Untersuchungsbehörde BEA aus dem Jahr 2012 sah die Gründe für das Unglück in einer Kombination aus menschlichem und technischem Versagen. Die Ermittler schrieben unter anderem, eigentlich hätte man mit manueller Steuerung den Strömungsabriss verhindern können. Sie gaben aber auch Air France und der Technik eine Teilschuld. Daraufhin überdachten Fluglinien in aller Welt ihre Trainingsprogramme und neue Notfallszenarien wurden Pflichtübungen.

Während die französische Staatsanwaltschaft nun gegen Air France prozessieren will, sieht sie laut AFP keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine Anklage gegen den Flugzeugbauer Airbus. Ob es wirklich zu einem Prozess gegen die Fluggesellschaft kommt, darüber muss nun der zuständige Ermittlungsrichtiger entscheiden.

Mehr zum Thema

Animation aus einem Dokumentarfilm: Die Piloten schienen nicht zu ahnen, wie schlimm es stand.

Das Protokoll von Unglücksflug AF447

Rettungskräfte bergen die Heckflosse aus dem Meer (Archivbild vom Juni 2009): Keine Überlebenden.

Schuld bei Air France, Crew, Technik

Nachstellung der Kollision von United-Flug 718 und TWA-Flug 2: Danach entstand die FAA.

Unglücke, die alles änderten

Bangor Airport am Sonntagabend: Der Wintersturm wütete auch hier.

Bombardier Challenger 650 in den USA abgestürzt

Video

Die Embraer E195-E2 über der Copacabana: Azul feierte mit der Aktion das brasilianische Fußballteam der Männer.
Für eine besondere Werbeaktion wurde der Luftraum über Rio de Janeiro kurzzeitig gesperrt. Eine Embraer E195-E2 von Azul flog im Tiefflug entlang der berühmtesten Strände der Stadt – in den Farben der brasilianischen Nationalflagge.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies