Boeing 737 der Malev: Die Airline war quasi liquide.

Staat rettet Malev vor Grounding

Erst musste die Regierung die Airline übernehmen. Nun muss Budapest nochmals Millionen einschiessen - und zwar umgehend.

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Ein Aus der nationalen Fluggesellschaft erachtet man in Ungarn allgemein als Katastrophe. Für den Flughafen Ferihegy etwa würde das Ende von Malev nach Angaben von Behörden ein Abbau von bis zu 13'000 Stellen und ein Abrutschen in die Bedeutunsglosgkeit bedeuten. Deshalb unternimmt die konservative Regierung alles, um die verlustbringende Airline am Leben zu erhalten. Neuster Schritt: Budapest schiesst erneut 18,5 Milliarden in die Fluggesellschaft ein (69 Millionen Euro/82 Millionen Franken). Dies berichtet die Zeitung Magyar Hirlap. Heute besitzt Malev noch eine Flotte von 22 Flugzeugen und transportiert jährlich rund drei Millionen Passagiere.

Eine erste Tranche musste bereits eingeschossen werden. Ohne diese erste Kapitalspritze stünde dem Unternehmen in wenigen Wochen das Grounding bevor, so das Blatt weiter. Die andere wird vor Ende August vorgenommen. Die Staatshilfe kommt nur Monate nachdem die Regierung Malev zum wiederholten Male verstaatlichen musste. Im Februar 2010 übernahm Budapest 95 Prozent der Anteile der Fluglinie und schoss darüber hinaus noch 25 Milliarden Forint (94 Millionen Euro/112 Millionen Franken) ein. Die staatliche russische Vneshekonombank wollte damals ihren Anteil and er ungarischen Fluggesellschaft loswerden. Da sich kein Käufer fand, sprang der Staat ein.

Déjà-vu Verstaatlichung

Mit der neuesten Rekapitalisierung schliesst sich ein Kreis für Malev. Die Airline war 2007 privatisiert worden. Die Anteile gingen zuerst an ein russisches Konsortium und von dort an die Vneshekonombank weiter. Davor hatte der Staat schonmal ungewollt zehn Jahre lang die Aktienmehrheit besessen. 1997 hatte er die Anteile privater Investoren zurückkaufen müssen. Denn Hauptaktionärin Alitalia (1992 bei der ersten Privatisierung eingestiegen) suchte damals den Ausstieg.

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