A340 von Sri Lankan: Der Langstreckenflieger soll öfter nach Asien.

Sri Lankan: Verwirrung um Zürich

Erst wollte Sri Lankas Nationalairline die Flüge in die Schweiz und nach Italien streichen. Doch plötzlich entschied sie sich um.

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Der Wettbewerb ist groß, die Gewinne sind niedrig: Die Routen nach Europa sind für Sri Lankan Airlines nicht unbedingt die besten in ihrem Streckennetz. Gleich drei davon wollte die Airline eigentlich nun temporär aussetzen: Mailand, Rom und Zürich seien zwischen Mai und Juli nicht genug ausgelastet. Die Strecken würden daher in dieser Zeit nicht bedient werden, da sie in der Tiefsaison nicht rentabel seien, hieß es noch vergangene Woche in einer Mitteilung der nationalen Airline des Inselstaates. Auch generell werde man diese Langstrecken noch einmal überprüfen. Die konjunkturelle Situation und der Wettbewerb in Europa würden verstärkt Anlass zur Sorge geben.

Daher war nie ganz klar, ob Sri Lankan die temporär gestrichenen Strecken auch wirklich je wieder anfliegen würde. Das war insbesondere im Fall von Zürich erstaunlich. Die Destination wurde erst im Dezember nach sechs Jahren Unterbruch wieder in den Flugplan aufgenommen. Sie war während den Kriegswirren 2005 nach 25 Jahren eingestellt worden. Nur London, Paris und Frankfurt, die auch als wichtige Drehkreuze in den Kontinent und die ganze Welt gelten, will Sri Lankan so oder so beibehalten. Grundsätzlich gehe der Trend bei Sri Lankan allerdings nach Asien, den Nahen Osten und Osteuropa. Darauf will sich die Fluggesellschaft nun eigentlich konzentrieren.

Regierung verbietet den Stopp

Die Regierung hat der Airline nun jedoch bei ihrem Sparplan einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie die Zeitung Colombo Page berichtet, hat Präsident Mahinda Rajapaksa Sri-Lankan-Chef Kapila Chandrasena verboten, zumindest die Flüge nach Italien einzustellen. Das würde zu große Nachteile für die dort lebenden Bürger Sri Lankas und ihre Familien haben. Das will die Regierung nicht verantworten. Dasselbe dürfte für Zürich gelten. In der Schweiz leben 42'000 Menschen mit srilankischen Wurzeln. Und die Airline gab nach. Am Karfreitag gab Sri Lankan bekannt, dass man die Langstrecken nach Europa weiter bedienen werde. Wie das Wirtschaftsportal Lanka Business Online berichtet, will die Airline aber nun zumindest die Frequenzen überprüfen.

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