Q400 in Spicejet-Farben: Die Flieger sollen 90 Sitze haben.

Großbestellung aus IndienSpicejet will bis zu 50 XL-Q400 von Bombardier

Die private indische Fluggesellschaft bestellt in Kanada bis zu 50 Propellerflugzeuge. Damit wird sie auch Erstkundin der Großversion von Bombardiers Klassiker Q400.

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Spicejet ließ sich Zeit. Schon 2015 hatte die Airline angekündigt, bis zu 150 neue Turbopropflieger zu kaufen. Nun ist die Entscheidung gefallen. Die Fluggesellschaft bestellt bei Bombardier bis zu 50 Dash 8 Q400 in der XL-Version mit 90 Sitzen. Damit wird sie Erstkundin der Großversion von Bombardier Klassiker. Das größte Modell des kanadischen Flugzeugbauers bot bislang standardmäßig 78 Passagieren Platz.

Der Deal umfasst eine feste Bestellung von 25 der Flugzeuge und Optionen für den Kauf von 25 weiteren. Es ist laut Bombardier die größte Bestellung für die Flugzeuge in der Unternehmensgeschichte. Bombardier stach bei Spicejet den Konkurrenten ATR aus. Auch mit den Europäern war die Fluggesellschaft im Gespräch gewesen.

Wachstum beim Inlandsmarkt

Die Turboprophersteller profitieren von einem Plan der indischen Regierung. Ude Desh Ke Aam Naagrik oder kurz Udan heißt der. Durch Subventionen und die Öffnung bisher nicht genutzter Flughäfen will sie abgelegenere Regionen des Landes besser erschließen und so deren Entwicklung beschleunigen. Turbopropflugzeuge sind für solche Verbindungen ideal.

Schon jetzt wächst der Markt für Inlandsflüge in Indien jährlich um 20 Prozent. Die Unterstützung durch die Regierung wird das Wachstum weiter nach oben treiben. In drei Jahren dürfte das Land in Sachen Luftverkehr daher bereits das drittgrößte der Welt sein – nach den USA und China. Das bietet den nationalen Fluglinien neue Chancen.

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