Platz 7: Der Chicago O'Hare International Airport mit 17.800. (2019: Platz 9; 2020: Platz 8)

PilotprojektSpezialrouten sollen schwaches USA-Geschäft ankurbeln

Mithilfe von Corona-Schnelltests will die deutsche Luftverkehrsbranche mehr Flüge zwischen den USA und Europa ermöglichen. Erste Flughäfen für ein Pilotprojekt stehen fest.

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Das Problem heißt Transatlantik-Flüge. Seit dem 13. März gilt in den USA ein Einreiseverbot für Passagiere aus Deutschland und anderen Schengenstaaten. Ausgenommen sind nur wenige, etwa Staatsbürger der Vereinigten Staaten, Diplomaten und Mitarbeiter internationaler Organisationen. Umgekehrt dürfen auch Amerikaner nur in Ausnahmefällen nach Deutschland reisen.

Unter diesen Bedingungen können Fluggesellschaften ihr sonst so lukratives Geschäft mit Flügen über den Atlantik nicht wieder hochfahren. Lufthansa hatte für das Nordamerika-Geschäft rund die Hälfte ihrer Langstreckenflugzeuge eingeplant. Weil aber die Nachfrage schwächer als erwartet ist, muss sie diverse Routen wieder aus dem Programm nehmen.

Boston, Chicago, Newark und Los Angeles

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL will das so schnell wie möglich ändern. Es brauche «Maßnahmen für die Wiederaufnahme des Transatlantikverkehrs», forderte Präsident Peter Gerber am Mittwoch (19. August) bei einer Pressekonferenz.  Dazu gehöre etwa der Start einzelner Routen zwischen den USA und Deutschland mit Corona-Schnelltests für die Reisenden.

Man plane ein Pilotprojekt mit den Flughäfen Boston, Chicago, New York/Newark und Los Angeles in den USA sowie Frankfurt und München in Deutschland, so BDL-Geschäftsführer Matthias von Randow. Negative Testergebnisse, die nicht älter als 48 Stunden seien, würden das «Einschlepprisiko auf ein Minimum reduzieren» und «eine Reise ermöglichen, die gesundheitlich sicher ist».

USA wollen, Europa ist zögerlich

«Der Vorschlag liegt sowohl der US-Regierung vor als auch der EU-Kommission und der Bundesregierung», sagte der Geschäftsführer. Die USA seien positiv gestimmt und würden schnell handeln, Europa und Deutschland hätten eine «etwas zögerlichere Haltung». Man sei dennoch zuversichtlich, dass es gelingen werde. Von Randow betonte, beim Pilotprojekt gehe es nicht nur um Deutschland, sondern auch um andere große Flughäfen in Europa.

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