Flieger von Air Europa:  Der spanische Staat sorgt sich um die Airline.

Nach Rückzug von IAGSpanien prüft Optionen für Air Europa

Der spanische Staat sieht die zweitgrößte Fluggesellschaft des Landes als strategisch wichtig an. Er prüft deshalb, wie Air Europa überleben kann.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Sie waren sich schon einig und träumten von einer rosigen gemeinsamen Zukunft. Dann kam die Pandemie. Zuerst handelte IAG einen verminderten Kaufpreis aus, dann wollte der Konzern gar nichts mehr von Air Europa wissen. Vergangene Woche wurde der Vertrag aufgelöst  – für eine Strafzahlung von 75 Millionen Euro.

Nun will der spanische Staat die «Kontinuität der Tätigkeit» der zweitgrößten Fluggesellschaft des Landes sicherstellen. Die Regierung will alle Optionen prüfen, um den Fortbestand von Air Europa zu sichern. Wegen ihrer Bedeutung für den Luftverkehrs- und Tourismussektor sei sie ein strategisches Unternehmen, so das Transportministerium nach dem Rückzug der Iberia- und British-Airways-Mutter IAG.

Corona veränderte die Lage dramatisch

Air Europa überstand die vergangenen Monate nämlich nur dank erheblichen Staatshilfen Spaniens. Insgesamt sind 600 Millionen Euro geflossen. Die Airline möchte eine zweite Rettung vermeiden und investiert deshalb das Geld von IAG in eine Stärkung der Bilanz. Und um den Mitarbeitenden zu signalisieren, dass man ruhig bleibe.

Der spanische Staat gibt an, die ordnungsgemässe Verwendung der geflossenen Mittel bei Air Europa sicherstellen zu wollen. Und die «Entwicklung des Luftfahrtsektors zu überwachen».

Zweifel der Europäischen Kommission

Ein weiterer Grund für das Ende des Deals könnten auch Bedenken seitens der Europäischen Kommission gewesen sein. «Der Zusammenschluss hätte den Wettbewerb auf einigen Inlands-, Kurz- und Langstreckenverbindungen in, nach und aus Spanien beeinträchtigt», so EU-Wettbewerbskomissarin Margarethe Vestager.

Schon als bekannt wurde, dass die EU die Übernahme ablehnen könnte, hatte IAG-Chef Luis Gallego von einem Plan B gesprochen. Man werde dann Allianzen mit Fluggesellschaften in Lateinamerika eingehen. IAG wolle Madrid zu einem großen europäischen Drehkreuz machen, um mit Lufthansa und Air France-KLM konkurrenzieren zu können.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Air Europa: Die spanische Fluglinie fliegt weiterhin nach Caracas.

IAG unmatched Air Europa für 40 Millionen Euro

Airbus A330 von Evelop: Bisher nur Charterflüge.

Neue Konkurrenz für Air Europa, Iberia und Tap

Dreamliner von Air Europa: Venezuela als Zukunftsmarkt.

Air Europa wettet groß auf Venezuela

ticker-spanien

Unbefristeter Streik der Flugsicherung in Spanien: Diese Flughäfen sind betroffen

Video

boeing 777 300 er jetairwass vt jeq
Mehr als sieben Jahre stand eine Boeing 777-300 ER der einstigen indischen Fluglinie am Flughafen Mumbai. Jetzt hat der Langstreckenjet von Jet Airways Indien verlassen - immer noch in der alten Lackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin