Airbus A320 von Spanair: Die Airline musste aufgeben.

Spanair ist pleite

Die spanische Fluglinie stellt den Betrieb ein. Das trifft Passagiere und Mitarbeiter, aber auch den Abfertiger Newco und die Swiss.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der Aufsichtsrat tagte kurzfristig am Freitagnachmittag. Offenbar war die Lage bereits sehr ernst. Das Resultat der Konsultationen wurde aber lange nicht publik. Doch um 18.30 Uhr wurde die Buchungsmaschine auf der Webseite von Spanair abgeschaltet. Später verschwand die Seite ganz vom Netz. In der Folge überschlugen sich in Spanien die Gerüchte über ein nahes Ende der Traditionsairline. Um 21 Uhr wurde das zur Gewissheit. Das für den Luftverkehr zuständige Ministerium teilte am Abend in Madrid mit, dass die 25-jährige Fluglinie ihren Betrieb am Samstagmorgen vollständig einstelle. Zugleich bereiteten sich die Flughafenbetreiberin Aena und andere Fluggesellschaften darauf vor, durch das Grounding gestrandete Passagiere aufzunehmen.

Als Grund für die Einstellung des Betriebes nannte Spanair «fehlende finanzielle Visibilität über die nächsten Monate». Die Krisensitzung des Aufsichtsrates wurde offenbar nötig, weil der Einstieg von Qatar Airways geplatzt ist. Die Golf-Airline sollte 150 Millionen Euro in die spanische Fluggesellschaft einschießen und so zum Großaktionär werden. Bis anhin war die Region Katalonien mit 42 Prozent der Stimmen und 52 Prozent des Kapitals tonangebend. Sie war es auch, die vor einem Jahr rund 10 Millionen Euro in Spanair einschoss. Insgesamt soll die Fluglinie rund 90 Millionen an öffentlichen Geldern zur Unterstützung erhalten haben. In den letzten Tagen gab sie bekannt, kein weiteres Geld mehr einzubringen.

Zurück nach Barcelona

Die Zivilluftfahrtsbehörde Spaniens forderte am Freitagabend alle Piloten von Spanair auf, die Flugzeuge an den Heimatflughafen Barcelona El Prat zu fliegen, wie die Zeitung El Pais meldet. Die Airline zählte am Ende 29 Flieger und 2000 Mitarbeitende. Vergangenes Jahr transportierte sie rund 7,3 Millionen Passagiere. Das Aus der 1986 gegründeten Airline trifft auch die Bodenabfertigungsfirma Newco in Barcelona hart. Sie lebt mit ihren 1200 Angestellten zu 80 Prozent von Spanair, wie El Mundo schreibt. Das Grounding hat zudem Folgen für die Codeshare-Partner von Spanair. Swiss etwa arbeitete bislang mit der Airline auf allen Strecken nach Spanien zusammen.

Traurige Berühmtheit erlange Spanair am 20. August 2008. Damals zerschellte eine Maschine der Airline beim Start. 154 Passagiere und Besatzungsmitglieder auf Flug JK5022 starben. Es war ein Schock, von dem sich Spanair nie mehr richtig erholte.

Mehr zum Thema

Markus Jegerlehner, Präsident Electrifly-In Switzerland

«Zwischen Swissair-Grounding und First-Class-Fotoshootings»

Platz 5: <strong>Cirrus SR22 -</strong> 183 Knoten 339 km/h.

Cirrus groundet eigene Flugzeuge

Flieger der Comcair-Tochter Kulula: Bleiben am Boden.

Das dritte Grounding von Comair

Embraer E195 von Great Dane Airlines: Alle Flüge gestoppt.

Dänische Fluggesellschaft muss wegen Corona aufgeben

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin