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Triebwerke

Southwest hat 35.000 Schaufelblätter überprüft

Nach der zweiten heftigen Explosion hat Southwest Airlines die Inspektion ihrer Triebwerke beschleunigt. Jetzt sind die Resultate da.

Für Southwest Airlines ist es eine traurige Premiere. Zum ersten Mal in der Firmengeschichte ist bei einem Zwischenfall ein Passagier zu Tode gekommen. Die amerikanische Billigfluggesellschaft beschleunigte nach der tödlichen Triebwerksexplosion vom 17. April deshalb die Überprüfung der gesamten Flotte.

Die Inspektion der Triebwerke wurde im August 2016  gestartet. Damals hatte es bereits einmal eine heftige Triebwerksexplosion gegeben, die Löcher in den Rumpf einer Boeing 737 geschlagen hatte. Nur kamen im Unterschied zu jetzt keine Reisenden zu Schaden. Auch da war ein abgebrochenes Schaufelblatt des Fans Auslöser des Vorfalls.

Problemteil war noch nicht inspiziert worden

Nach dem ersten Zwischenfall begann die Fluglinie bereits Ultraschall- und Wirbelstrom-Inspektionen durchzuführen, um weitere Materialermüdungen erkennen zu können. Bei einer Flotte von 700 Flugzeugen braucht so etwas allerdings eine Weile. Und just darum wurde der Defekt beim zweiten Schaufelblatt nicht erkannt.

Das nun abgebrochene Schaufelblatt war nämlich eines, das noch nicht überprüft worden war. Es wäre im Verlaufe von 2018 an die Reihe gekommen. Inzwischen hat aber Southwest Airlines das Tempo erhöht und alle Triebwerke genau inspiziert. Insgesamt wurden 35.000 Schaufelblätter unter die Lupe genommen. Von den Technikern wurden dabei keine weiteren Problemteile gefunden.

Bis zu 30 Teile zurückgeschickt

Bei 20 bis 30 Schaufelblättern waren sich die Techniker aber nicht sicher. Sie zeigten Abweichungen bei der Beschichtung. Southwest weist aber darauf hin, dass es sich dabei auch um normale Verrschleisserscheinungen handelt. Man ging aber auf Nummer sicher und schickte die Teile zum Triebwerksbauer CFM, der sie genauer analysieren wird.



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