Vuyani Jarana: Der Manager hat eine große Aufgabe vor sich.

Verluste stoppenSouth African will mit neuem Chef Wende schaffen

Die südafrikanische Nationalairline hat einen neuen Chef, der in der Wirtschaft hoch angesehen und keine politische Ernennung ist. Vuyani Jarana wird zugetraut, South African Airways endlich zu sanieren.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Vuyani Jarana ist ein erfolgreicher Manager. Für den südafrikanischen Telekommunikationskonzern Vodacom führte er in den letzten Jahren diverse Töchter von den roten in die schwarzen Zahlen. Nun steht dem 46-Jährigen aus der Kleinstadt Mthatha seine größte Aufgabe bevor. Die Regierung hat ihn Anfang August zum neuen Chef von South African Airways ernannt.

Jarana ist der fünfte Vorstandsvorsitzende seit 2013. Allen seinen Vorgängern gelang es nicht, die Nationalairline zu sanieren. Dem neuen starken Mann wird dies zugetraut, weil er keine politische Ernennung ist, sondern sich als Turnaround-Spezialist in der südafrikanischen Geschäftswelt einen Namen gemacht hat. Er tritt seinen Job an, sobald als Vodacom ihn freigegeben hat.

Schulden übernommen

Der neue starke Mann an der Spitze von South African Airways muss die Kosten senken, die Einnahmen erhöhen und das Unternehmen strategisch neu aufstellen. Im laufenden Jahr wird erneut mit einem massiven Verlust von rund 853 Millionen Rand gerechnet. Ein erster Schritt wurde in der Gesundung bereits gemacht. Das Management kürzte sich den Lohn ab September um 5 Prozent. Ferner müssen Stellen gestrichen, unprofitable Routen eingestellt und neue Verträge mit Zulieferern ausgearbeitet werden.

Ohne Hilfe des Staates geht es allerdings nicht. Die Regierung musste dieser Tage mehr als 2,2 Milliarden Rand (140 Millionen Euro) an Schulden übernehmen, welche die Fluglinie nicht mehr zurückzahlen konnte. Für den Rest der fälligen Kredite konnte sie einen Zahlungsaufschub erwirken, gelöst ist das Problem damit aber nicht. Über die kommenden drei Jahre beträgt der Kapitalbedarf rund 13 Milliarden Rand.

Gewinne ab 2020?

Der Staat hat bereits angekündigt, South African Airways mit einer Kapitalspritze helfen zu wollen. Ausmaß, Form und Bedingungen stehen aber noch nicht fest. Ab 2020 soll die Nationalairline dann wieder Gewinne erwirtschaften. Seit einiger Zeit fliegt sie nur noch dank einer staatlichen Garantie.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von South African Airways: bisher nur als Ceo-Version in der SAA-Flotte.

Südafrika nimmt neuen Anlauf für Privatisierung von South African Airways

ticker lift

Lift baut Flotte aus und fliegt erstmals international

Boeing 737-800 von Mango Airlines in Johannesburg: Kehrt die Airline zurück?

Mango Airlines will nach vier Jahren am Boden neu starten

Airbus A340 von Swiss: Muss ab Johannesburg zwischenlanden.

Lufthansa und Swiss müssen auf Flügen ab Johannesburg Tankstopp einlegen

Video

Embraer E195-E2 von Azul: Das Flugzeug hebt erst kurz vor dem Ende der Piste ab.
Eine Embraer E195-E2 von Azul hat in São-Paulo-Congonhas fast die gesamte Startbahn gebraucht. Es ist nicht der erste brenzlige Moment an dem Ort am Stadtflughafen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil