Jet von Nok Air: Drei bis vier werden untervermietet.

ThailandSo will sich Nok Air sanieren

Nok Air hat 2016 einen riesigen Verlust eingefahren. Nun will der thailändische Billigflieger wieder auf die Beine kommen - unter anderem mit Untervermietungen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Schon 2015 war kein gutes Jahr für Nok Air: Die Billigairline aus Thailand schrieb einen Verlust von 1,66 Milliarden Baht, rund 43,8 Millionen Euro. 2016 kam es dann noch schlimmer: Das Minus verdoppelte sich auf 3,28 Milliarden Baht, 86,5 Millionen Euro. Grund waren unter anderem ein Pilotenstreik und daraus resultierende Flugausfälle Anfang des Jahres. Damit ist Nok Air die einzige Luftfahrtfirma an der thailändischen Börse, die im vergangenen Jahr einen Verlust schrieb. Thai Airways International - die 39 Prozent an Nok Air hält -, Bangkok Airways und Thai-Air-Asia-Hauptinvestor Asia Aviation machten Profit.

Nun hat sich Nok-Air-Chef Patee Sarasin gegenüber der Bangkok Post dazu geäußert, wie er die Fluggesellschaft wieder auf Kurs bringen will. Demnach soll die Airline Überkapazitäten in der Höhe von rund 5 Prozent abbauen. Dazu wird sie aus ihrer Flotte - bestehend aus 22 Boeing 737-800, acht Bombardier Q400 Turboprops und zwei ATR 72-500 Turboprops - drei oder vier Boeing 737-800 untervermieten und so Leasingkosten sparen. Fünf brandneue Maschinen, drei Boeing 737-800 und zwei Q400, waren erst 2016 zur Flotte gestoßen.

Wartungskosten sollen sinken

Patee will die tägliche Nutzungsdauer pro Maschine auch von jetzt acht auf zehn Stunden hochschrauben. Dabei sollen nächtliche Charterflüge nach China und Indien helfen. Die Wartungskosten, laut Bangkok Post einer der Hauptgründe für die roten Zahlen, sollen außerdem einer strikteren Kostenkontrolle unterliegen, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen.

Weiterhin sollen einige weniger gefragte Inlandsrouten wegfallen, während die Frequenz auf profitablen Strecken wie Bangkok - Udon Thani oder Bangkok - Ubon Ratchathani steigen wird. International will Nok Air ab Oktober zum ersten Mal zwischen Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh und Bangkok fliegen. Auch etliche indische Städte sollen neu im Flugplan auftauchen.

Hoffnung auf die Null

Trotz aller Pläne und Ambitionen will der Airline-Chef die Erwartungen nicht zu hoch hängen: «Es ist unrealistisch, von uns zu erwarten, dass wir in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen zurückkehren», sagte Patee. Aber vielleicht könnte man bei Null herauskommen, wenn der Sanierungsplan funktioniere und keine weiteren Probleme auftreten würden.

Mehr zum Thema

Airbus A330 Siam Wings: Die Airline hat enge Verbindungen nach Russland.

Thailands neue Langstrecken-Airline hat eine brisante Vorgeschichte

Königin Suthida im Gripen-Cockpit: Zuvor schon viel Erfahrung in anderen Flugzeugen.

Thailands Königin fliegt Saab Gripen erstmals allein

ticker-zoll-grenze

Zoll entdeckt Schlangen aus Thailand - lebend in Frankfurt, zerlegt in Düsseldorf

ticker-thailand

Royal Thai Air Force bestellt zwei Airbus C295

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack