A320-Produktion in Hamburg: Kniffliges Hochfahren.

Von 40 auf 60 JetsSo will Airbus die Produktion wieder hochschrauben

Der Flugzeugbauer will schon bald wieder auf Vor-Corona-Niveau produzieren. Das erfordert von Airbus selbst und Lieferanten einiges an Vorbereitungen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war eine drastische, aber nötige Maßnahme: Wegen der durch die Pandemie gesunkenen Nachfrage musste Airbus die Produktionsrate für die Mittelstreckenflugzeuge von 60 auf 40 Jets pro Monat reduzieren. Doch nun geht es wieder aufwärts. Weil die Nachfrage steigt, soll im vierten Quartal die Rate auf 45 erhöht werden, danach will Airbus schrittweise wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen.

Was einfach klingt, ist es nicht. Der Produzent muss Produktionslinien wieder hochfahren und sicherstellen, dass auch alle Zulieferbetriebe ihre Produktion im Gleichschritt erhöhen, sagt Jörg Westermeier bei einem Besuch beim Luftfahrttechnikkonzern FACC in Oberösterreich. Er ist bei Airbus Chief Procurement Officer, also für die gesamte Beschaffung zuständig.

Fachkräfte wurden teils abgebaut

«Wir müssen mit unserem Zuliefernetzwerk den Bedarf abgleichen», sagt er, «und die ganze Pipeline im Gleichklang wieder auf höhere Geschwindigkeit bekommen.» Dafür gelte es auch die notwendigen Fachkräfte zu finden, die während der Krise zum Teil abgebaut worden sind. Nur wenn alle gleich beschleunigen, gibt es keinen Stau und das Hochfahrenläuft reibungslos. Engpässe bei Werkstoffen oder Chips, analog zur Automobilindustrie, sieht Westermeier nicht. Im Flugzeugbau gebe es langfristige Vorschauen, Planungen und Bestellungen bei Chips und Rohstoffen wie Aluminium und Titan.

«Wer Zulieferer für Airbus werden will, muss bei Qualität, Sicherheit und beim Preis überzeugen und zuverlässig sein», sagt Westermeier. Airbus schätze Partner, die innovativ und technologisch perfekt sind. Gute Technologie dürfe durchaus ihren Preis haben, die Wettbewerbsfähigkeit müsse man aber immer im Auge haben. Billig wolle man nicht sein, das funktioniere in der Luftfahrt nicht.

Umfangreicher Restrukturierungsprozess

In den kommenden Jahren werde es aber eine wichtige Aufgabe sein, die Kosten zu optimieren und die selbe qualitative Leistung mit besseren Prozessen auf besserem Kostenniveau zu erbringen. Welche Produktionen Airbus vergibt und welche selbst gemacht werden, folge einer klaren Strategie, sagt Westermeier: Im Haus werde produziert, wo es aus Wettbewerbs- oder sicherheitstechnischen Gründen sinnvoll sei.

Airbus befindet sich derzeit in einem umfangreichen Restrukturierungsprozess. Das Ziel: das Unternehmen besser auf künftige Produkte und Produktionen auszurichten. Der Fokus der Milliardeninvestitionen in Forschung und Entwicklung liegt dabei auf Nachhaltigkeit und Zero Emission Flugzeugen.

Angst vor Stellenabbau

An mehreren Standorten, darunter auch in Deutschland, befürchtet die Belegschaft einen damit verbundenen Personalabbau. Man diskutiere mit den Sozialpartnern auf Faktenbasis, erklärt Jörg Westermeier. Man komme voran. Er räumt aber auch ein, dass man noch einige Verhandlungsrunden benötigen werde. Anfang kommenden Jahres wolle man die neuen Strukturen auf eine rechtliche Basis gestellt haben.

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack