TGV von SNVF: Bald in einer Billigvariante.

SNCF kopiert Ryanair

Die französische Staatsbahn macht einen Schritt, den man bisher nur von Airlines kennt: Sie startet 2013 einen Billiganbieter.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Nur ein Gepäckstück, wenig Service, periphere Abgangsorte: Was man von Fluggesellschaften wie Southwest, Easyjet und Ryanair kennt, will die Société Nationale des Chemins de fer français SNCF offenbar bald auch anbieten. Wie der französische Radiosender RTL meldet, starten die Staatsbahnen Frankreichs bald ein eigenes Lowcost-Angebot. Für unter 25 Euro soll man dann mit Hochgeschwindigkeitszügen reisen können. Geplant ist der Start für nächstes Jahr. Rund dreißig wöchentliche Billig-Verbindungen will die SNCF offenbar dann anbieten. Allerdings werden zuerst nur zwei Strecken bedient: Aus der Region Paris geht es via Lyon nach Marseille und nach Montpellier.

Wer mit den Billig-TGV reisen will, muss auf einiges verzichten. So bieten die Züge nur eine einzige Klasse, die Economy. Zudem dürfen Reisende nur einen Koffer oder eine Tasche mit an Bord nehmen. Und an Bord wird es keine Bar oder keinen Speisewagen oder sonstige Dienstleistungen geben, wie RTL berichtet. Die supergünstigen Züge werden auch nicht in die Zentren der Städte fahren, sondern lediglich in die Peripherie. In Paris etwa fahren sie nicht vom Gare de l'Est oder Gare Montparnasse, sondern vom Bahnhof Marne-la-Vallée. Er liegt 45 Kilometer östlich des Stadtzentrums.

Tiefere Kosten

Mit dem Schritt will die SNCF die Kosten senken. Es ist damit die gleiche Überlegung, die viele Fluggesellschaften und nun auch Lufthansa nun über einen eigenen starken Billigflieger nachdenken lässt. Er soll die Billigtochter Germanwings und das dezentralen Europa-Geschäft umfassen und den sperrigen Namen Direct4U tragen.

Die Airlines dürften die Pläne nicht besonders freuen. In Frankreich macht ihnen der Schnellzug-Verkehr ohnehin zu schaffen. Der TGV hält auf den Inlandstrecken mittlerweile einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Mit zunehmender Entfernung verringert er sich aber. Bei einer Fahrtzeit von etwa zwei Stunden ist er mit 86 Prozent laut der Technischen Universität Paris am größten, bei drei Stunden sind es immerhin noch 65 Prozent - das beträfe etwa die Strecke von Paris nach London. Und bei vier Stunden Fahrtzeit sind es immer noch 45 Prozent Marktanteil für die Bahn. Das ist für die Fluggesellschaften schmerzhaft. Air France verliert etwa allein auf der Strecke des TGV-Ost zwischen Paris und Straßburg jährlich etwa 500'000 Passagiere. Das Billigangebot dürfte nun noch mehr von ihnen abgrasen.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack