Boeing 737-800 von Skymark: Flug in ungewisse Zukunft.

Billigairline überschuldetSkymark meldet Insolvenz an

Die japanische Billigairline hat zu hohe Schulden. Skymark meldete deshalb Insolvenz an. Nun soll das Geschäft neu aufgestellt werden.

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Der große Zampano tritt ab. Shinichi Nishikubo gibt seinen Posten als Chef von Skymark Airlines per sofort auf. Zehn Jahre lang hatte er an der Spitze der japanischen Billigairline gestanden. Der charismatische Unternehmer hatte sie von Null zur Nummer drei auf dem Markt gemacht. Doch zuletzt hatte Nishikubo keine glückliche Hand mehr. Die Konkurrenz durch neue Anbieter, der noch bis vor kurzem hohe Ölpreis und der starke Yen setzten Skymark zu.

Hinzu kam Größenwahn. Nishikubo bestellte für Skymark sechs Airbus A380. Doch vergangenes Jahr begann er zu spüren, dass er die Riesenflugzeuge gar nie wird bezahlen können. Er trat nach langen Verhandlungen vom Vertrag zurück und vereinbarte mit Airbus eine Strafzahlung. Ob der europäische Hersteller das Geld noch bekommen wird, ist unklar. Denn am Mittwochabend (28. Januar) meldete Skymark in Tokio Insolvenz an.

Ein Finanzunternehmen schießt Geld ein

Damit landete Nishikubo ironischerweise wieder dort, wo er einmal begonnen hatte. Er kaufte Skymark 2003 nämlich aus einer Insolvenz. Schnell machte er aus ihr ein profitables Geschäft. Nachhaltig war das offenbar aber nicht. Die Schulden Skymarks betragen heute umgerechnet 530 Millionen Euro. Das brach ihr nun das Genick.

Wie das amerikanische Insolvenzrecht erlaubt auch das japanische eine Fortführung des Geschäftes. Skymark wird nun neu aufgestellt. Während dieser Zeit bekommt das Unternehmen Schutz vor den Gläubigern. Das Finanzunternehmen Integral hilft Skymark dabei und schießt Geld ein. Skymark versucht seit längerem mit JAL Japan Air Lines und ANA All Nippon Airways anzubandeln.

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