Die Kommunikation im Cockpit ist deutlich besser geworden.

Wie US-Fluglinien sicherer wurden

Seit den Fünfzigerjahren war Fliegen in den Vereinigten Staaten nicht so sicher wie heute. Bis dahin war es ein weiter Weg.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Es waren fatale Zahlen: Vom Juli 1994 bis Januar 1997, gab es in den USA mindestens einen Flugzeugunfall alle drei Monate. Dabei kamen insgesamt 805 Personen ums Leben. Laut Frank Tullo, dem ehemaligen Vizepräsidenten für Flugbewegungen bei Continental Airlines, «fielen die Flugzeuge praktisch vom Himmel». Doch seither haben die Aufsichtsbehörde FAA, Fluggesellschaften und Flugzeughersteller die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugunglücks mit Todesfällen um 93 Prozent gesenkt. Zwischen 1994 und 1998 betrug die Wahrscheinlichkeit 1 zu 3,7 Millionen. Heute liegt sie bei 1 zu 49 Millionen.

Anfangs sah es jedoch nicht danach aus: Obwohl die Regierung das Problem erkannte, änderte man die Regeln nur geringfügige. Ein Grund dafür war auch, dass an allen Ecken und Enden gespart wurde, Geld für starke Verbesserungen blieb da nicht wirklich übrig. Doch im Juli 1996 war es dem damaligen amerikanischen Präsidenten Bill Clinton dann doch genug. Im Juli war auf TWA Flug 800 kurz nach dem Start in New York in den Atlantik gestürzt. Der zentrale Flügeltank der 747 war explodiert. Bei dem Unfall kamen alle 230 Passagiere ums Leben.

Clinton handelte

Clinton gründete daraufhin eine Kommission, welche von der Regierung und der Luftfahrtindustrie eine Reduzierung der Unfallrate von 80 Prozent innerhalb von 10 Jahren forderte. Diese Kommission brachte kommerzielle Fluggesellschaften, Luftfahrtministerien, Gewerkschaften und Flugzeughersteller zusammen an einen Tisch. Dabei gelang es dem Commercial Aviation Safety Team, wie die Kommission später genannt wurde, zwischen den ehemalig gegeneinander agierenden Parteien zu vermitteln: Unfalldaten wurden global gesammelt und ausgewertet, um Mängel zu erkennen und Verbesserungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Eines der Ergebnisse scheint fast unglaublich: Erst ab dann wurde es obligatorisch, dass Kapitän und Co-Pilot die schwierigen Abschnitte einer Landung auch miteinander diskutieren.

Auch wurde das Kabinenpersonal fortan geschult, Eisbildung auf den Tragflächen zu erkennen und dies dem Piloten zu melden. Das Commercial Aviation Safety Team forderte ebenfalls, dass Airlines ein Antikollissionswarnsystem in ihre Flugzeuge einbauen lassen. Dieses erteilt Piloten Warnsignale, falls der Jet sich auf Kollissionskurs mit terrestrischen Hindernissen befindet. Auch das offenbar mit Erfolg. Von 1982 bis 1995 verursachten schlechte Wetterbedingungen 12 Flugzeugunfälle bei denen 420 Menschen getötet wurden. Seit 2005 sind jedoch keine solchen Unglücke mehr registriert worden.

Mehr zum Thema

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

ticker-usa

Neue Regel des Verkehrsministeriums der USA entlastet Airlines bei Wartungsproblemen

ticker-usa

Erstmals seit 53 Jahren: Flughafen in Virginia erhält Zulassung für kommerzielle Flüge

Marine One auf der Ellipse: Wegen der Bauarbeiten von hier unterwegs.

Neuer Ballsaal am Weißen Haus könnte Grund für Zwischenfall mit Trumps Helikopter und Embraer E170 sein

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies