Die Zeitung Times of Israel berichtet unter Berufung auf eine Recherche des israelischen Fernsehens, dass für Flüge, die im Wet-Lease von anderen Fluglinien für israelische Airlines durchgeführt werden, «nicht alle der strengen israelischen Sicherheitsanforderungen und Schutzmaßnahmen» gelten, die für die israelischen Fluggesellschaften selber gelten.
Arkia und Israir mit hohem Wet-Lease-Anteil
Beim Wet-Lease mietet eine Airline von einer anderen ein Flugzeug samt Crew. Laut dem Bericht wurden im Juli 70 Prozent der Flüge von Arkia und 56 Prozent der Flüge von Israir im Wet-Lease durchgeführt. Bei diesen Flügen gibt es dem Bericht zufolge keine israelischen Sicherheitskräfte an Bord. Bei solchen Flügen mit Start im Ausland gebe es zudem keine zusätzliche Sicherheitskontrolle sowie keine zusätzlichen Kontrollen der Fluggäste und kein Passagier-Profiling. Beide Fluglinien erklärten, die Verfahren stünden im Einklang mit allen israelischen Vorschriften und Anforderungen und seien mit den Behörden abgestimmt.
Arkia-Chef Oz Berlowitz sagte: «Israelische Flugzeuge erhalten einen vom Shin Bet bereitgestellten 'Security Envelope'.» Shin Bet ist der israelische Inlandsgeheimdienst. «Bei Wet-Lease-Flügen mit Start im Ausland erhalten wir diesen 'Security Envelope' nicht. Stattdessen nutzen wir den 'Security Envelope' des ausländischen Flughafens», so Berlowitz.