Bruchlandung von Air India ExpressWas bisher über Unglücksflug IX1344 bekannt ist

Mindestens 18 Menschen starben beim Unglück von Air India Express in Kozhikode. Kritik gibt es vor allem am Flughafen. Was bisher bekannt ist.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Experten der indischen Flugunfalluntersuchungsbehörde Aircraft Accident Investigation Bureau sind inzwischen in Kozhikode eingetroffen. Sie haben mit ihren Ermittlungen zum Unfall der Boeing 737-800 von Air India Express begonnen. Die Blackboxes – mit Stimmenrekorder und Flugdatenschreiber – wurden bereits geborgen. Noch ist unklar, was zum tragischen Unglück führte, das mindestens 18 Menschenleben forderte. Die bisher bekannten Fakten zum Unglücksflug IX1344:

Das Flugzeug: Die verunglückte Boeing 737-800 trug das Kennzeichen VT-AXH und ist rund 14 Jahre alt. Air India Express war die erste und einzige Betreiberin.

Der Flughafen: Der Calicut International Airport ist der Flughafen der Stadt Kozhikode (früher: Calicut) im südindischen Bundesstaat Kerala. Er besitzt eine 2845 Meter lange Piste 10/28, die auf einer Erhebung gebaut ist (Tabletop-Piste). Er wurde vergangenes Jahr von der indischen Zivilluftfahrtbehörde DGCA wegen diverser Sicherheitsmängel gerügt. Unter anderem wurden übermäßig Gummirückstände, übermäßige Rillen und ein mangelhafter Wasserablauf bemängelt, heißt es in indischen Medien.

Die Besatzung: Flugkapitän D.S. begann seine Karriere nach dem Studium an einer Militärakademie als Pilot bei der indischen Luftwaffe, wo er am Ende Testpilot war. Danach flog er bei Air India Airbus A310 und wechselte dann zu Air India Express und auf die Boeing 737. Über seinen Kopiloten ist bisher nichts bekannt. Daneben waren vier Flugbegleiter an Bord.

Die Passagiere: An Bord befanden sich 174 erwachsene Passagiere und zehn Kinder. Es handelte sich um einen Rückholflug im Rahmen der sogenannten Vande Bharat Mission, der wegen der Covid-19-Pandemie gestrandete indische Gastarbeiter aus Dubai in ihre Heimat zurückholte.

Das Wetter: Zum Zeitpunkt der Landung regnete es in heftig. August ist der letzte Monsunmonat in Kozhikode.

Der Verlauf: Unglücksflug IX1344 startete am 7. August um rund 14:14 Uhr Ortszeit am Dubai International Airport. Nach rund vier Stunden Flug setzten die Piloten zur Landung auf Piste 28 des Flughafen von Kozhikode an. Sie brachen den Versuch aber ab. Die Sicht war wegen der heftigen Monsunregen schlecht. Sie flogen danach Schleifen und versuchten es auf Piste 10. Bei der Landung überschossen sie das Ende der Piste und die Boeing 737 fiel rund zehn Meter einen Abhang hinunter. Dort brach das Flugzeug in drei Teile.

Die Opfer: Nach den aktuellsten Angaben gibt es 19 Todesopfer. Unter ihnen befinden sich auch die beiden Piloten. Die vier Flugbegleiter haben das Unglück überlebt. Mehr als hundert Menschen befinden sich immer noch in Krankenhäusern.

Die Fluggesellschaft: Air India Express ist die Billigtochter der staatlichen Air India. Sie betreibt eine Flotte von 24 Boeing 737-800 mit einem Durchschnittsalter von etwas unter zehn Jahren. Damit bedient sie Ziele in Indien, Südostasien und im Nahen Osten.

Mehr zum Thema

Air-India-Jet zerbricht in zwei Teile

Air-India-Jet zerbricht in zwei Teile

Was über das Pegasus-Unglück in Istanbul bekannt ist

Was über das Pegasus-Unglück in Istanbul bekannt ist

ticker-boeing-1

Boeing steigert Auslieferungen im September auf Jahreshöchststand

ticker-boeing-1

Boeing wendet Streik von 15.500 Ingenieurinnen und Ingenieuren und Technikfachkräften ab

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack