Eine Embraer E195-E2 von Azul: Solch ein Flugzeug war betroffen.

Embraer E195-E2 von AzulSmartphone rutscht in Kabinenboden - Flug muss gestrichen werden

Das Handy eines Reisenden geriet in einer Embraer E195-E2 von Azul zwischen Kabine und Frachtraum. Der Vorfall erinnert an ähnliche Probleme bei United Airlines.

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Im Oktober 2025 geschah es zum ersten Mal: Eine Boeing 767 von United Airlines musste umdrehen, weil der Laptop eines Passagiers in den Frachtraum des Flugzeuges gerutscht war. «Wir haben hier eine kleine Situation mit einem Fluggast, der irgendwie einen eingeschalteten Laptop entlang einer Seitenwand runter in den Frachtraum fallen ließ», sagte der Pilot damals. Der Fluglotse antwortete: «So etwas habe ich noch nie gehört.»

Im Januar 2026 geschah es erneut, wieder mit einem Laptop, wieder in einer Boeing 767 von United. Die Erklärung war ein Spalt zwischen den Sitzen der Polaris-Business-Class und der Kabinenwand. Anscheinend hatten die Fluggäste einen Schaumstoffstreifen, der den Spalt abdeckte, als Ablagefläche genutzt - und der verschob sich, oder hielt dem Gewicht nicht stand. Ein Gitter, das als Trenner zum Frachtraum dient, verschob sich offenbar ebenfalls.

Smartphone rutschte in die Struktur der Embraer E195-E2

In Brasilien ist es nun zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, an Bord der Embraer E195-E2 mit der Kennung PS-ADE von Azul Linhas Aéreas. Dessen Flug AD4927 von Ponta Porã im Bundesstaat Mato Grosso do Sul nach Campinas bei São Paulo am 2. September wurde abgesagt, weil ein Handy eines Fluggastes an eine unzugängliche Stelle gerutscht war.

Das Smartphone befand sich laut Berichten brasilianischer Medien aber nicht einfach im Sitz oder unter dem Sitz auf dem Kabinenboden, sondern es geriet durch eine nicht näher bezeichnete Öffnung in die Struktur des Flugzeugs. Genauere Angaben gibt es nicht.

Techniker musste aus São Paulo einfliegen und Handy bergen

Allerdings klingt es so, als sei das Gerät nicht bis in den Frachtraum durchgerutscht, sondern im Kabinenboden stecken geblieben. Abheben konnte der Jet so nicht, da von der Lithiumbatterie des Geräts bei Beschädigung oder Überhitzung Brandgefahr ausgehen kann. So musste ein Techniker aus São Paulo eingeflogen werden, um das Mobiltelefon zu bergen.

Azul erklärt auf Anfrage von aeroTELEGRAPH, dass Flug AD4927 am 2. September «aus betrieblichen Gründen» gestrichen werden musste. Die Fluggäste hätten Unterstützung gemäß der brasilianischen Fluggastrechte erhalten und seien auf einen Sonderflug am 3. September umgebucht worden. Man bedauere die Unannehmlichkeiten, aber die Sicherheit habe oberste Priorität. Auf die technischen Hintergründe geht Azul nicht ein.

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