Antonow AN-12: Einer der Flugzeugtypen, die in Russland dieses Jahr verboten wurden.

Sicherheit: Sorgenkind Russland

Überall auf der Welt hat sich die Sicherheit in der Luftfahrt 2011 verbessert. Nur in Russland fallen die Statistiken enttäuschend aus.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

2011 könnte das sicherste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungn werden. Das gab die Luftfahrtbehörde IATA in der vergangenen Woche in Genf bekannt. Bis zum 30 November dieses Jahres verbesserte sich die Sicherheitsrate um fast 50 Prozent, verglichen mit der gleichen Zeit im Vorjahr. Das heißt in Zahlen: Es gab 22 tödliche Unfälle, bei denen insgesamt 46 Menschen ums Leben kamen. 2010 waren es zu diesem Zeitpunkt des Jahres 23 Unfälle mit 786 Opfern. «Das ist auf Ende November das beste Ergebnis, das jemals verbucht wurde», so Günther Matschnigg, Vizepräsident im Bereich Sicherheit der IATA in seiner Präsentation.

Die Sicherheitsrate, die die Zahl der Unfälle und Flugzeug-Totalverluste auf eine Million Starts widerspiegelt, verbesserte sich in fast allen Regionen der Welt. Beeindruckend ist vor allem Afrikas Ergebnis. Der Kontinent galt lange als eine der gefährlichsten Regionen für die Luftfahrt und kämpft in dem Sektor auch weiterhin noch mit Problemen. Offenbar besteht aber Hoffnung auf eine Besserung: Die Rate verbesserte sich um ganze 73 Prozent, wie die IATA mitteilt: von 17,11 auf 6,34.

In Europa fiel sie von 1,59 auf 1,39, in Nordamerika von 1,51 auf 1,18, in Lateinamerika und der Karibik von 6,85 auf 4,57, in Nordafrika und den arabischen Staaten von 6,78 auf 5,05, in der Asien-Pazifik-Region von 2,51 auf 1,39 und in Nordasien von 1,08 auf 1,03.

CIS-Länder massiv schlechter

Die CIS-Länder sind das Sorgenkind des IATA-Reports. Die Bezeichnung steht für die Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Die Unfallrate verschlechterte sich von 7,15 auf 11,07. Damit war die Luftfahrt in der Region 55 Prozent unsicherer als noch 2010. In diesem Jahr gab es in Russland eine ganze Reihe von Unfällen. Der letzte tödliche Zwischenfall war auch der, der am meisten Aufruhr erregte: Bei dem Absturz einer YAK-42 in Jaroslawl kamen 45 Menschen ums Leben - darunter das ganze Eishockeyteam der Stadt. In Folge der vielen Unfälle will Russland einen Umbruch herbeiführen. Alte, sowjetische Flugzeugtypen werden verboten, Airlines verlieren ihre Lizenz, neue Sicherheitsstandards sind geplant.

Das Problem aber, so Matschnigg, sei aber gerade, dass sich Techniker, Piloten und Flughafenmitarbeiter in Russland mit einer großen Anzahl an technisch immer anspruchsvolleren Fliegern auseinander setzen müssen. Das erfordere ein besseres Training als bisher geboten wird. Gleichzeitig sagte er aber auch, dass Russland das Problem erkannt habe und sich um eine Verbesserung bemühe. So werde man schon bald das IATA-Sicherheitsprogramm IOSA anwenden. Dieses dient dazu, einen international vergleichbaren und hohen Standard zu schaffen. Die IATA sieht auch darin einen Grund für die enorme Verbesserung in der afrikanischen Sicherheitsstatistik.

Zur Präsentation der IATA klicken Sie hier.

Mehr zum Thema

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Flughafen Kaliningrad: Gibt es bald Verbindungen nach Serbien?

Russland öffnet Kaliningrad für serbische Airlines

Tupolev Tu-324: Auferstehung geplant.

Russland baut erstmals Fabrik für eigene Businessjets

Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.

Zelenskyys Airbus A319 entgeht offenbar nur knapp einer Drohne

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack