HB-JCS: Der Airbus A220 hatte in Ostende ein technisches Problem.

AusbildungPilotentraining unterbrochen: Swiss muss zweiten Airbus A220 nach Ostende schicken

Ostende ist für Swiss ein wichtiger Trainingsstandort für Pilotinnen und Piloten. Ein technischer Fehler an einem Airbus A220 sorgte dort jedoch für eine ungeplante Unterbrechung. Wenige Stunden später musste Swiss deshalb einen zweiten A220 nach Belgien schicken.

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Der Airbus A220-300 mit der Registrierung HB-JCS wurde am Dienstag (4. August) von Zürich nach Ostende überführt. Dort führt die Lufthansa-Tochter Landetrainings durch. Sie bilden die praktische Verbindung zwischen Simulator und Einsatz im realen Flugzeug. Der belgische Flughafen ist dafür ideal, da er wenig Flugbewegungen hat.

In der Ausbildung der Lufthansa-Gruppe folgt auf die Musterzulassung (Englisch: Type Rating) für ein bestimmtes Modell ein Training im Flugzeug, bevor Pilotinnen und Piloten in den Linienbetrieb wechseln. Geübt werden dabei unter Aufsicht unter anderem Starts, Anflüge, Landungen und Durchstartmanöver; bei einem Touch-and-go setzt das Flugzeug nur kurz auf und hebt unmittelbar wieder ab.

Fehler am Airbus A220 keine Folge des Trainings

Doch die HB-JCS und die acht Pilotinnen und Piloten waren am Dienstag weniger beschäftigt als gedacht. Nach ersten Trainingsflügen erschien eine Fehlermeldung bei einem Bordcomputer, worauf Swiss die Übungen abbrach und den geplanten Rückflug annullierte. «Sicherheit steht bei uns stets an oberster Stelle», so eine Sprecherin. Aufgrund des Unterbruchs und der Verzögerungen waren schliesslich auch am Mittwoch Einsätze des A220 von Swiss in Ostende geplant.

Nach Angaben von Swiss stand die Fehlermeldung in keinem Zusammenhang mit einem Manöver oder einer Landung eines Piloten. «Sie hätte auch bei einem regulären Passagierflug in gleicher Form auftreten können», so die Swiss-Sprecherin. Am Mittwochmorgen flog Swiss deshalb mit der HB-JCO einen weiteren Airbus A220 mit dem benötigten Ersatzteil nach Ostende.

Zweiter A220 von Swiss bringt Ersatzteil nach Ostende

Der zweite Airbus A220 war laut Swiss als Reserveflugzeug eingeplant, weshalb seine kurzfristige Verwendung weder Annullierungen noch Verspätungen oder Flugzeugwechsel im regulären Streckennetz verursachte. «Nun ist HB-JCS wieder flugtüchtig», so die Sprecherin. Am Nachmittag wurden beide A220 parallel für das Pilotentraining eingesetzt, ehe sie am Abend nach Zürich zurückkehrten.

Die HB-JCO mit der Seriennummer 55033 wurde im Juli 2018 ausgeliefert, die HB-JCS mit der Seriennummer 55045 folgte im Dezember desselben Jahres. Beide gehören zur grösseren Version des Airbus A220, die Swiss mit 145 Sitzen betreibt. Welche Flughäfen für solche Trainings genutzt werden, werde jeweils kurzfristig anhand von Wetter, Betriebslage, Verfügbarkeit und Ausbildungsbedarf entschieden; regelmäßig fliege Swiss dafür neben Ostende auch Châteauroux, Pula, Almería oder Taranto an.

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