Air India Express: Die Piloten hatten nicht aufgepasst.

Air India Express Piloten verwechseln Pistenrandlichter mit Mittellinie der Startbahn

Eine Boeing 737 von Air India Express hat in Oman beim Start mehrere Leuchten der seitlichen Befeuerung zerstört. Die Crew hatte sich laut Ermittlern offenbar falsch auf der Startbahn ausgerichtet.

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Die Boeing 737-800 von Air India machte sich in Muscat bereit zum Start und gab Schub. Doch dann bemerkten die Piloten, dass sie einen folgenschweren Fehler gemacht hatten: Statt mittig auf der Piste ausgerichtet zu sein, folgte das Flugzeug mit dem Kennzeichen VT-AXR dem rechten Pistenrandfeuer.

Der kuriose Zwischenfall ereignete sich bereits am 15. Mai am Flughafen von Muscat, wurde aber erst jetzt durch Informationen der Unfallermittler aus dem Oman bekannt, wie das auf Zwischenfälle spezialisierte Portal Aviation Herald berichtet. Betroffen war die Boeing 737-800 auf Flug IX712 nach Kannur in Indien.

Piloten der Boeing 737 von Air India Express reagierten

Laut den Ermittlern rollte die Crew von Air India Express nachts über den Rollweg E7 auf die Startbahn 26L. Statt sich jedoch auf der Mittellinie auszurichten, folgte die Boeing 737 offenbar den rechten Randlichtern der Piste. Während des Beschleunigens überrollte und zerstörte sie mehrere dieser Lichter.

Kurz darauf hörte die Crew laut Unfallbericht einen lauten Knall, gleichzeitig erschien eine Warnmeldung im Cockpit. Die Piloten von Air India Express brachen den Start daraufhin ab. Die Boeing 737 erlitt offenbar einen Hydraulikverlust sowie einen platten Reifen und blieb manövrierunfähig auf der Piste stehen.

Reisende und Crew verließen Boeing 737 über Treppen

Die Passagiere und Crewmitglieder verließen die Boeing 737 direkt auf der Startbahn über mobile Treppen. Laut Berichten dauerte es rund zwei Stunden, bis alle Reisenden zurück ins Terminal gebracht werden konnten. Air India Express sprach gegenüber Passagieren lediglich von einem Reifenproblem.

Die rund 18 Jahre alte Boeing 737 blieb nach dem Vorfall tagelang in Muscat am Boden. Ein Ersatzflugzeug brachte die Reisenden erst am folgenden Tag mit rund 13,5 Stunden Verspätung nach Kannur. Die omanische Untersuchungsbehörde stuft den Vorfall offiziell als Unfall ein. Warum die Crew von Air India Express die Randlichter offenbar mit der eigentlichen Pistenführung verwechselte, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen laufen.

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