Boeing 777-200 mit der Kennzeichnung 9M-MRO: Der Jet gilt als vermisst.

Malaysia Flug MH370: Die Fakten

Noch ist nicht klar, was mit der vermissten Boeing 777 von Malaysia Airlines passiert ist. Eine Übersicht über die gesicherten Fakten zu Unglücksflug MH370.

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Eine internationale Suchaktion sei am Morgen gestartet worden. Doch die Mannschaften aus Malaysia, Singapur und Vietnam haben bislang keine Spuren eines Wracks entdeckt. So lautet bis anhin die offizielle Stellungnahme vom Malaysia Airlines. In der Nacht auf Samstag war ihr Flug MH370 im Südchinesischen Meer vom Radar verschwunden. Die Boeing 777 gilt seither als vermisst. Zur See werde weiter gesucht, der Einsatz mit Hubschraubern und Flugzeugen werde am Sonntagmorgen fortgesetzt, so die Fluggesellschaft.

Diese Daten zum Unglücksflug von Malaysia Airlines sind derzeit gesichert:

Der Flug: Flug MH370 wird von Malaysia Airlines täglich durchgeführt. Er wird im Codeshare mit China Southern Airlines (CZ748) angeboten. MH370 startet gemäß Flugplan um 0:35 Uhr morgens in Kuala Lumpur und fliegt in 5:55 Stunden nach Peking, wo er um 6:30 Uhr landet.

Die Strecke: MH370 fliegt von Kuala Lumpur üblicherweise in Richtung Norden nach Kuala Terengganu. Dort quert er den Golf von Thailand und fliegt danach über die Stadt Ca Mau an der Südspitze von Vietnam. Von dort geht es in Vietnam hoch, über Ho Chi Min City bis die Querung des Südchinesischen Meers in Richtung Macau beginnt. Von dort fliegt MH370 nordwärts nach Peking.

Der Verlauf: Unglücksflug MH370 startete in der Nacht auf Samstag (8. März) auf Piste 32R des Kuala Lumpur International Airport. Sie hatte sechs Minuten Verspätung und hob um 0:41 Uhr ab. Um 2:40 Uhr hatte die Flugaufsicht in Subang bei Kuala Lumpur das letzte Mal Funkkontakt mit der Maschine. Die letzte bekannte Position des Flugzeuges liegt bei 6° 55' 15.0" N und 103° 34' 43.0" E, rund 160 Kilometer nordnordöstlich der malaysischen Stadt Kuala Terengganu.

Das Wetter: Gemäß dem meteorologischen Fachportal Accu Weather war der Himmel zum Zeitpunkt des letzten Funkkontakts von MH370 fast wolkenfrei. Es gab keine Anzeichen von Gewittern.

Das Flugzeug: Auf dem Unglücksflug war eine Boeing 777-200 ER im Einsatz. Die Maschine mit der Kennzeichnung 9M-MRO besitzt zwei Triebwerke vom Typ Rolls Royce Trent 892. Sie wurde am 31. Mai 2002 an Malaysia Airlines ausgeliefert. Sie ist als knapp zwölf Jahre alt.

Der frühere Vorfall: Die Boeing 777 9M-MRO hatte 2012 einen Zusammenstoss am Flughafen Schanghai Pudong. Sie stieß am Boden mit einem Airbus A340-600 von China Eastern Airlines (Kennzeichen: B-6050) zusammen. Dabei wurde die Flügelspitze der Maschine von Malaysia Airlines zerfetzt. Um zu sagen, ob das einen Zusammenhang mit dem jetzigen Crash haben könnte, ist es noch viel zu früh.

Die Piloten: Der Flugkapitän von Flug MH370 war 53 Jahre alt. Er hatte 18'365 Flugstunden Erfahrung und arbeitete seit 1981 für Malaysia Airlines. Sein Kopilot war 27-jährig und hatte 2763 Flugstunden. Er kam 2007 zur malaysischen Fluggesellschaft.

Die Crew: Insgesamt befanden sich zwölf Besatzungsmitglieder an Bord der Boeing 777. Sie alle stammen aus Malaysia.

Die Passagiere: Auf der Passagierliste standen 227 Reisende. 153 von ihnen stammen aus China und Taiwan, 38 aus Malaysia, 7 aus Indonesien, 6 aus Australien, 5 aus Indien, 4 aus Frankreich, 3 aus den USA, je zwei aus Neuseeland, der Ukraine und Kanada sowie je einer aus Russland, Italien, den Niederlanden und Österreich. Inzwischen meldeten sich aber die vermeintlich an Bord befindenden Passagiere aus Italien und Österreich. Sie sind wohlauf. Offenbar wurde beiden von ihnen zuvor der Pass gestohlen. Wer mit ihren Ausweisen flog, ist nicht bekannt. Derzeit werden die Aufnahmen der Sicherheitskameras ausgewertet.

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