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Beinahekollision in São Paulo-CongonhasLandender Jet von Gol nähert sich startendem Jet von Azul bis auf 22 Meter

Am Flughafen São Paulo-Congonhas kamen eine landende Boeing 737 und eine startende Embraer E2 sich extrem nahe, so nahe, dass das Kollisionswarnsystem Alarm schlug. Der Jet von Gol und der Jet von Azul näherten sich entlang der Piste bis auf 22 Meter an.

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Wenn das Kollisionswarnsystem TCAS im Flugzeug eingreifen muss, heißt das: Es war viel zu knapp. Passiert ist das am Donnerstag (30. April) am Flughafen São Paulo-Congonhas in Brasilien. Die Ausgangslage war zunächst unspektakulär. Eine Embraer E195-E2 von Azul sollte von Piste 17R auf Flug AD6408 in Richtung Belo Horizonte-Confins starten. Gleichzeitig befand sich eine Boeing 737-800 von Gol aus Salvador kommend im Landeanflug auf dieselbe Piste.

Das ist an sich nicht ungewöhnlich. Doch dann geriet der Ablauf ins Stocken. Während die Boeing 737 mit dem Kennzeichen PS-ADE auf ihre Landefreigabe wartete, wurde die Embraer E2 mit der Registrierung PR-GXN zum Start freigegeben. Als sie bereits beschleunigte, griff die Flugsicherung ein. Der Lotse wies die Azul-Crew an, den Start abzubrechen, und forderte gleichzeitig die Gol-Besatzung zum Durchstarten auf. Diese bestätigte die Anweisung und leitete das Manöver ein. Vom Azul-Cockpit kam hingegen zunächst keine Reaktion. Der Jet setzte den Startlauf fort, wie zuerst das Portal Aeroin berichtete.

Boeing 737 und Embraer 195-E2 waren nur 22 Meter voneinander entfernt

Die Situation spitzte sich daher zu. Die beiden Flugzeuge kamen sich gefährlich nahe, die Gol-Crew meldete einen TCAS-Alarm, also eine Warnung des bordeigenen Kollisionsvermeidungssystems. Um Abstand zu schaffen, ließ der Lotse die Boeing nach rechts abdrehen. Sekunden später war die unmittelbare Gefahr gebannt. Laut unbestätigten Medienberichten waren die beiden Flugzeuge in der Höhe zu einem Zeitpunkt nur noch 22 Meter voneinander entfernt.

Flug G31629 von Gol setzte anschließend zu einem zweiten Anflug an und landete sicher in Congonhas. Der Azul-Flug setzte seine Reise nach Belo Horizonte ohne weitere Zwischenfälle fort. Verletzt wurde niemand. Auf einem Video ist zu sehen, wie brenzlig die Situation war.

Behörde untersucht

Wie es zu der kritischen Annäherung kommen konnte, ist nun Gegenstand von Ermittlungen. Die Behörde Cenipa hat eine Untersuchung eingeleitet. Der Lotse selbst sprach davon, dass das vorausgehende Flugzeug länger als erwartet für den Start benötigt habe und zwischenzeitlich nicht mehr auf Funkanweisungen reagierte, berichtet Aeroin.

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