Nun berichtet die israelische Zeitung Haaretz, dass die israelischen Behörden die Liste der Menschen an Bord vor dem Flug vorliegen hatten. Laut israelischem Gesetz müssen ausländische Airlines die Informationen über Crew und Reisende 48 Stunden vor dem Flug an die israelische Steuerbehörde übermitteln. Die Verantwortung für die Sicherheitsüberprüfung ausländischer Besatzungen liegt dem Blatt zufolge dann offiziell beim Verkehrsministerium, praktisch sei aber der Auslandsgeheimdienst Mossad dazu fähig und dafür zuständig.
Ministerium sagt nichts zur Sicherheitsüberprüfung
Auf Anfrage von Haaretz erklärte die Steuerbehörde, sie habe die Listen für den Flydubai-Flug erhalten, und verwies für weitere Informationen auf das Verkehrsministerium. Das Ministerium reagierte allerdings nicht auf die Frage von Haaretz, ob es die Besatzungsliste tatsächlich erhalten und geprüft hat.
Rechtsanwalt Yitzhak Raz, Ex-Leiter der Unfalluntersuchungsstelle im Verkehrsministerium und Ex-Leiter der Zivilluftfahrtbehörde, sagte der Zeitung: «Es besteht kein Zweifel daran, dass das Verkehrsministerium - unter Mitwirkung von Shin Bet und Mossad - für die Sicherheitsaspekte bei ausländischen Fluggesellschaften verantwortlich ist.» Der Shin Bet ist der Inlandsgeheimdienst und nach eigenen Angaben nur für israelische Fluglinien zuständig. Raz sagte, diese staatlichen Stellen «müssen überprüfen, wer die Piloten sind, die nach Israel einreisen, um die Einreise von Personen mit extremistischen Ansichten zu verhindern».
Kopilot fiel schon bei vorherigem Arbeitgeber auf
Die Luftfahrt steht nie still - wir auch nicht. Unser Redaktionsteam ist immer am Puls des Geschehens. Für den Preis eines Kaffees im Monat lesen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unabhängige Berichterstattung. Jetzt hier klicken und abonnieren