Boeing 787: Eine Umrüstung soll Wasserlecks im Flieger verhindern.

FAA schreibt neues Teil vorIn Hunderten Boeing 787 müssen Waschbecken umgebaut werden - um Schäden zu vermeiden

Alleine in den USA sind mehr als 150 Boeing 787 betroffen. Die Betreiber der Dreamliner müssen an den Waschbecken der Flugzeuge ein verbessertes Teil installieren - und so das Risiko stoppen, dass Wasser in die Elektronik der Jets gerät.

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Kennen Sie das? Sie haben die Befürchtung, dass es unter ihrem Waschbecken tropft. Daher kontrollieren Sie nun regelmäßig, schauen nach, ob Wasser austritt, wo es nicht austreten soll. So ging es - vereinfacht gesagt - auch vielen Betreibern von Boeing 787.

Denn 2023 wurden Fälle von undichten Elementen an Waschbecken und nassen Böden in Dreamlinern bekannt. Anfang 2024 schrieb die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA dann regelmäßige Kontrollen der Flugzeuge mit betroffenen Seriennummern vor, darunter alle drei Versionen 787-8, 787-9 und 787-10. Denn der Unterschied zwischen dem heimischen Badezimmer und dem Jet: Im einen Fall nimmt vielleicht das Waschbeckenunterschränkchen aus Holz Schaden, im anderen Fall kann die Elektronik des Flugzeuges betroffen sein.

Gefahr in Boeing 787: Kombination Wasser und Elektronik

Die FAA schrieb von «Berichten über unentdeckte Wasserlecks am Armaturensteuergerät (FCM), die während des Fluges in mehreren Toilettenbereichen unter den Passagierfußraum und in die Elektronikfächer gelangten». So könnte flugkritische Ausrüstung beschädigt werden. «Wird dieser unsichere Zustand nicht behoben, könnte er zum Ausfall mehrerer austauschbarer Komponenten und damit zum Verlust der Flug- und Landesicherheit führen.»

Das Armaturensteuergerät sitzt unter dem Waschbecken, startet und stoppt den Wasserfluss und mischt kaltes und warmes Wasser. Am oberen Ende der Mischkammer verfügt es über eine Dichtung. Dies war der Ort, an dem in den bekannten Fällen Wasser austrat.

Alleine in den USA sind 155 Dreamliner betroffen

Nachdem die Behörde also 2024 in ihrer Lufttüchtigkeitsanweisung wiederholte Sichtkontrollen unter allen Waschbecken angeordnet hatte, gibt es nun eine permanente Lösung. Die hat die FAA in einer neuen Lufttüchtigkeitsanweisung veröffentlicht, welche die alte ablöst und ab dem 9. März 2026 gilt. Sie schreibt den Einbau eines verbesserten und leckagefreien Armaturensteuergerätes vor. Der Installation muss eine Dichtigkeitsprüfung folgen. Teilweise müssen als zusätzliche Maßnahme an gewissen Verkleidungen sogenannte Moisture Management Devices zum Schutz der Elektronik verbaut werden. Erst wenn all das geschehen ist, entfällt die Verpflichtung der wiederholten Sichtkontrollen.

Die Lufttüchtigkeitsanweisung betrifft 155 in den USA registrierte Boeing 787. Der Einbau des neuen Armaturensteuergerätes kosten pro Flugzeug 6276 Dollar. Die Kosten für die Moisture Management Devices liegen bei 8325 Dollar, sind aber nur bei 52 der Jets erforderlich.

Es geht auch um Boeing 787 außerhalb der USA

Auch außerhalb der USA werden viele Dreamliner betroffen sein. Das zeigt sich auch daran, dass in die aktuelle Lufttüchtigkeitsanweisung der FAA zuvor unter anderem Kommentare von All Nippon Airways aus Japan und von Jetstar Airways aus Australien Eingang fanden. Die europäische Luftfahrtbehörde Easa hatte die Anweisung der FAA 2024 übernommen, und so ist zu erwarten, dass sie dies auch mit der aktuellen Anweisung tun wird.

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