A321 von Airbus: 21 Warnungen ignoriert.

Ignoranz führte zum Desaster

Die Umstände von Airblue-Flug 202 sind geklärt - und lassen den Piloten ziemlich schlecht aussehen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es war das schlimmste Unglück in der Geschichte der zivilen Luftfahrt Pakistans. Am 28. Juli 2010 zerschellte Airblue-Flug 202 von Karachi nach Ismalabad beim Landeanflug an einem Hügel. Alle 152 Menschen an Bord des Airbus A321 kamen ums Leben. Jetzt hat die pakistanische Ermittlungsbehörde ihren Untersuchungsbericht zu dem Fall veröffentlicht. Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: Trotz vier Jahrzehnten Berufserfahrung verhielt der Pilot der Maschine sich unverantwortlich.

Der Flugkapitän ignorierte nicht nur drei Warnungen seines jüngeren und unerfahreneren Co-Piloten über die schwierigen Bedingungen. Auch 21 Warnungen im Cockpit ließen ihn offenbar unbeeindruckt. Eine «ernsthafte Verletzungen der Disziplin» sehen die Ermittler in seinem Verhalten. In den letzten Minuten des Fluges sei er angespannt, verwirrt, ja sogar desorientiert gewesen.

15 automatische Warnungen ignoriert

Der Pilot hätte den Landeanflug bei den bewölkten und regnerischen Bedingungen eigentlich abbrechen müssen. Auch sein Co-Pilot riet ihm dazu, und das mehrfach und mit Nachdruck. Doch er tat nichts dergleichen, machte sich sogar noch über die geringere Erfahrung seines jüngeren Kollegen lustig. Aber auch die automatische Warnung «pull up» (hochziehen) ignorierte er. Ganze 15 Mal. Außerdem sei er nicht in der Lage gewesen, die Navigationsinstrumente richtig zu bedienen, was die Desorientierung verstärkte.

Doch nicht nur die Crew wird von der Ermittlungsbehörde kritisiert. Auch die Lotsen im Kontrollturm waren von der Situation offenbar überfordert. Sie hatten keinen Sichtkontakt mit dem Flieger und waren mit dem schlechten Wetter und anderen landenden Flugzeugen beschäftigt.

Mehr zum Thema

Islamabad International Airport: Die Fluggesellschaften sollen sparsam tanken.

An Pakistans Flughäfen gibt es kaum mehr Kerosin

ticker-pakistan

Air Punjab soll mit fünf Flugzeugen starten

air karachi

Neue Airline aus Pakistan will mit Comac C919 oder Airbus A320 starten

Boeing 777 von Indigo mit türkischer Kennung: Indigo hat zwei Maschinen von Turkish Airlines geleast.

Indigo bangt wegen eigener Regierung um Boeing 777 von Turkish Airlines

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies