Ein Pilot im Cockpit: Die medizinische Überwachung ist wichtig.

USAHunderte Airline-Pilotinnen und -Piloten fälschten ihre Krankenakten

Rund 5000 ehemalige Pilotinnen und Piloten der United States Air Force sollen ihre Krankenakten geschönt haben, um ihre Lizenzen zu behalten. Viele von ihnen fliegen für Airlines.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Mehr als 1,8 Millionen Soldatinnen und Soldaten zählt das US-Militär. Die United States Air Force ist mit rund 330.000 Soldatinnen und Soldaten die zweitstärkste der fünf Teilstreitkräfte der US Army. Zahlreiche ehemalige US-Militärpilotinnen und -Piloten wechseln nach ihrer Zeit bei der Army in den zivilen Bereich und fliegen für kommerzielle Fluggesellschaften, Charteranbieter, Frachtairlines oder Firmen.

In zwanzig Jahren Krieg im Irak und Afghanistan haben rund 7000 Soldatinnen und Soldaten ihr Leben verloren, 10.000 wurden schwer verwundet und Tausende weitere leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Laut einer Studie der Brown University wird die Nachsorge und Betreuung der Veteranen die USA bis 2050 mit rund 2,5 Billionen Dollar kosten. Jetzt kommen noch außerordentliche Ausgaben bei der Luftfahrtbehörde hinzu.

Leistungen beziehen, trotzdem fliegen

Denn: Veteranen haben in den USA Anspruch auf statusunabhängige Versorgungsleistungen. Laut einem Bericht der Zeitung Washington Post sollen rund 4800 Pilotinnen und Piloten der US-Luftfahrtbehörde FAA mitgeteilt haben, dass sie gesund genug seien, um fliegen zu können. Gleichzeitig haben sie aber unterschlagen, dass sie auch Veteranenleistungen für Behinderungen beziehen, die sie vom Cockpit ausschließen könnten.

Dabei entzieht die FAA Pilotinnen und Piloten, bei denen Depressionen, Angstzustände oder andere psychische Erkrankungen diagnostiziert werden, nicht kategorisch die Fluglizenz. Die Behörde verlangt aber, dass sie engmaschig überwacht werden, da ihre Erkrankungen und Medikamente ihre Fähigkeit, ein Flugzeug sicher zu steuern, beeinträchtigen können.

600 fliegen bei US-Airlines

Rund 600 der betroffenen Pilotinnen und Piloten sollen heute bei großen amerikanischen Airlines fliegen. Der überwiegende Teil fliegt gelegentlich bei Frachtairlines oder im Charterverkehr. 60 der Crews sollen im Rahmen der Überprüfung ihre Fluglizenz verloren haben.

Kritisiert werden auch die Behörden. Denn sie sind nicht vernetzt und es gibt auch keine stichprobenartige Überprüfung. Dadurch wird es einfach für die Veteranen, ihre Beschwerden gegenüber der FAA herunterzuspielen, damit sie weiterfliegen können. Gegenüber der für Veteranen zuständigen Behörde übertreiben sie, um ihre Invaliditätszahlungen zu maximieren, erklären Ärzte und ehemalige Beamte der Luftfahrtbehörde de Washington Post.

FAA will Fälle überprüfen

Die FAA hat reagiert und rund 3,6 Millionen Dollar für die Einstellung medizinischer Experten sowie weiterer Mitarbeitenden zur Überprüfung der Zertifizierungsunterlagen der 4800 Pilotinnen und Piloten ausgegeben. Zudem laufen Untersuchungen gegen die Betroffenen, ob ihre Fälle an das Justizministerium wegen Betrugs im Leistungssystem weitergegeben werden.

Mehr zum Thema

Cockpit einer Boeing 737: Piloten werden genauer überprüft.

Europäische Piloten werden genauer überprüft

EU will strengere Checks der Piloten-Psyche

EU will strengere Checks der Piloten-Psyche

Das sagt der Schlussbericht zu Flug 4U9525

Das sagt der Schlussbericht zu Flug 4U9525

ticker-usa

USA fördern neue Flugverbindungen mit 11,35 Millionen Dollar

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg